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Hannah Arendt

1906 Hannah Arendt wird am 14. Oktober in Linden bei Hannover geboren und wächst in Königsberg auf. Ihr Elternhaus ist sozialdemokratisch und jüdisch-säkular geprägt.
1924  In Marburg beginnt ihre Studienzeit. Hannah Arendt belegt die Fächer Philosophie, Theologie sowie klassische Philologie (Griechisch) und setzt ihr Studium später in Freiburg und Heidelberg fort. Sie studiert u.a. bei Martin Heidegger, Edmund Husserl und Karl Jaspers.
1928  Hannah Arendt promoviert bei Karl Jaspers mit einer Arbeit über den Kirchenvater Augustinus (Der Liebesbegriff bei Augustinus).
1929  Arendt zieht nach Berlin und heiratet den Philosophen Günther Anders (vormalig Günther Stern). Sie beginnt in dieser Zeit mit Forschungen über die Deutsche Romantik, die erst 1959 unter dem Titel „Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer Deutschen Jüdin aus der Romantik" veröffentlicht word. 
1933  Adolf Hitler übernimmt die Macht in Deutschland. Nach einer zeitweiligen Inhaftierung durch die Gestapo (Geheime Staatspolizei der Nationalsozialisten) flieht Hannah Arendt über Karlsbad und Genf nach Paris, wo sie für jüdische Organisationen arbeitet. 
1937  Scheidung ihrer ersten Ehe. 
1940  Hannah Arendt heiratet den späteren Philosophiedozenten Heinrich Blücher. Im selben Jahr Haft im südfranzösischen Internierungslager Gurs, wo ihr nach 5 Wochen die Flucht gelingt. 
1941  Übersiedlung mit Ehemann und Mutter in die USA. Dort verfasst sie politische Kolumnen für die deutsch-jüdische Wochenzeitschrift „Aufbau". 
1951  Hannah Arendt erwirbt die amerikanische Staatsbürgerschaft. Mit ihrem Hauptwerk „Origins of Totalitarism" (deutsch unter dem Titel „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft") setzt sie nicht die Ideologien, wohl aber die Machtstrukturen von Stalinismus und Nationalsozialismus gleich und etabliert sich als politische Theoretikerin. 
1953  Nach mehreren Gastvorträgen in den USA erhält sie eine Professur am Princeton College in New York. 
1960  In ihrer Schrift „The Human Condition" (deutsch unter dem Titel „Vita activa oder vom tätigen Leben") kritisiert sie die Einschränkungen der Handlungsfreiheit des modernen Menschen und problematisiert die Glorifizierung der Arbeit in einer Gesellschaft, der die Notwendigkeit zur Arbeit abhanden gekommen ist.
1961  Arendt berichtet für die Zeitschrift „New Yorker" vom Kriegsverbrecherprozess in Jerusalem gegen Adolf Eichmann, den Leiter des Reichssicherheitshauptamtes und Schreibtischtäter der Judenvernichtung.
1963  Ihre Zeitschriftenartikel erscheinen in Buchform unter dem Titel „Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht über die Banalität des Bösen“. Daraufhin entbrennt eine Debatte, ob für die Verbrechen des Nationalsozialismus der einzelne Mensch verantwortlich sei oder eine Kollektivschuld existiere. Im selben Jahr tritt Arendt eine Professur an der University of Chicago an. 
1967  Berufung an die New School for Social Research in New York. 
1975  Hannah Arendt stirbt am 4. Dezember in New York. 
   
  Quellen:
Friedmann, Friedrich Georg: Hannah Arendt. München 1985; Prinz, Alois: Beruf Philosophin oder die Liebe zur Welt. Die Lebensgeschichte der Hannah Arendt, Weinheim 1998; Young-Bruehl, Elisabeth: Hannah Arendt. Leben, Werk und Zeit, Frankfurt am Main 1991:

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