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Epiktet

um 55
Der römische Stoiker Epiktet wird in Hierapolis in Phrygien geboren: Er ist ein Sklave des Freigelassenen Epaphroditos in Rom, und wird schließlich selbst freigelassen. Epiktet hört den stoischen Philosophen Musonius Rufus und beginnt selbst mit philosophischer Lehrtätigkeit.
63 Traditionelles Datum der Hinrichtung von Petrus und Paulus in Rom.
65 Pisonische Verschwörung und Tod des Stoikers Seneca.
69 Römische Vierkaiserjahr. Seit 68 regiert Galba als Nachfolger von Nero. Im Jahre 69 erheben neben ihm auch Otho, Vitelius und Vespasian Anspruch auf den Kaiserthron des Imperium Romanum. Nero begeht Selbstmord. Vespasian setzt sich schließlich durch, und regiert bis 79. Er begründet die Dynastie der Flavier.
70 Belagerung und Eroberung Jerusalems durch den zukünftigen Kaiser Titus. Vorausgegangen waren Aufstände der jüdischen Zeloten gegen die römische Besatzung.
79 Kaiser Titus wird Nachfolger von Vespasian
81
Domitian wird Nachfolger von Kaiser Titus. Domitian ist der dritte und letzte Kaiser der Flavier-Dynastie.
89
Auch Epiktet ist von Kaiser Domitians Befehl betroffen, alle Philosophen aus Rom zu verweisten. Er geht nach Nikopolis in Epirus, und beginnt dort als Philosoph zu lehren. Seine Lehre ist beeinflusst von Zenon, dem Begründer der Stoa, aber auch von Platon und dem Kyniker Diogenes von Sinope. Epiktet geht aus guten Gründen nicht nach Athen, dem Hauptsitz der Stoa, sondern in die Provinz. Seine Lehre richtet sich nicht an "gelehrte Philosophen", sondern an das breite Publikum.
96 Kaiser Nerva begründet die Epoche der römischen Adoptivkaiser.
98 Unter der Herrschaft von Kaiser Trajan erreicht das Römische Reich die größte Ausdehnung.
117
Kaiser Hadrian wird Nachfolger von Trajan.
um 135
Tod des Epiktet.
Mit Musonius, Seneca und Marc Aurel gehört er zu den wichtigsten Vertretern der römischen Stoa.
Die Vorlesungen des Epiktet wurden von seinem Schüler Arrian in den "Diatriben" zusammengefasst. Epiktet selbst verfasste sein Handbüchlein der Moral, das "Enchiridion".
Von den klassen drei Hauptgebieten der Stoa treten Logik und Physik stark gegenüber der Ethik zurück. Epiktet verfasste eine Anweisung, wie das rechtes Leben zu führen sein. Der Mensch soll sich dem Logos, der "Weltvernunft" öffnen, um die Eudaimonia, das "sinnerfülltes Leben" zu erlangen. Der Begriff der Freiheit, einer der zentralen Begriffe der Stoa, erhält bei Epiktet im Gegensatz zu den griechischen Stoikerm eine theologische Bedeutung.
Ist das Ziel des Menschen erst einmal geklärt, verlangt Epiktet die radikale Hinwendung zur Philosophie. Das Handbüchlein des Epiktet ist durch die Jahrhunderte von ungeheurer Wirkung gewesen, gerade auch im Christentum, und bei Nietzsche. Auch Hannah Arendt beschäftigte sich mit Epiktets Philosophie, nachzulesen im 1989 postum veröffentlichten Werk "Das Wollen".
   
  Literatur:
Schmidt, Heinrich (hg.): Epiktet, Das Buch vom geglückten Leben. München 2005;  Epiktet, Handbüchlein der Moral und Unterredungen. Stuttgart, 1984. 
   
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