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Dag Hammarskjöld

Steckbrief: Dag Hammarskjöld lebte von 1905 bis 1961. Stichworte zum Lebenslauf von Dag Hammarskjöld: Vereinte Nationen, Kongokrise, Flugzeugabsturz. Marktwirtschaft. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Dag Hammarskjöld wollte die Vereinten Nationen als Friedensstifter stärken. Er starb unter mysteriösen Umständen bei einem Flugzeugabsturz.
1905 Dag Hammarskjöld wird am 29. Juli 1905 in Jönköping geboren. Er ist der jüngste Sohn des schwedischen Nationalökonomen und Juristen Hjalmar Hammarskjöld und seiner Ehefrau Agnes Almquist Hammarskjöld. Dag hat noch zwei ältere Brüder. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in Uppsala.
1923 Dag Hammarskjöld legt das Abitur ab. Anschließend studiert er Literaturgeschichte, Jura und Volkswirtschaft.
1930 Die Familie zieht nach Stockholm um. Dag Hammarskjöld erhält eine Stellung als  Sekretär der schwedischen Arbeitslosenkommission. 
1932 Dag Hammarskjöld wird Assistent, später Staatssekretär im Finanzministerium.
1935 Dag Hammarskjöld beginnt, für die schwedische Reichsbank zu arbeiten.
1941 Dag Hammarskjöld wird Präsident des schwedischen Reichsbank.
1946 Wechsel ins schwedische Außenministerium.
1948 Rücktritt als Präsident des Reichsbank, um sich verstärkt der Außenpolitik zu widmen. Die Spannungen zwischen den Machtblöcken der USA und der UdSSR nehmen zu. Für Schweden vertritt Hammarskjöld einen Kurs der Neutralität.

Generalsekretär der Vereinten Nationen

1953 Dag Hammarskjöld wird am 7. April 1953 als Nachfolger von Trygve Lies zum Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt. Er versucht, die Rolle der Vereinten Nationen (UN) als Friedensstifter zu stärken. Er ist der zweite Generalsekretär der UN.
1957 Wiederwahl zum Generalsekretär der Vereinten Nationen.
1960 Die Kolonialmacht Belgien entlässt den Kongo in die Unabhängigkeit. Beginn der Kongokrise, als sich Präsident Joseph Kasavubu und Premier Patrice Lumumba gegenseitig für abgesetzt erklären. 
1961 Im Januar wird Lumumba ermordet. Die Vereinten Nationen versuchen, in der Kongokrise zu vermitteln. Am 12. September 1961 fliegt Hammarskjöld in den Kongo. Er fordert dabei auch den Abzug der ausländischer Kämpfer. Mit Moise Tschombé, der die Provinz Katanga abspalten will, vereinbart er ein Treffen im südrhodesischen Ndola, auf neutralem Gebiet.

Am 18. September 1961 fliegt er von Kinshasa, dem damaligen Leopoldsville, nach Ndola. Das  Flugzeug stürzt etwa zehn Kilometer vor Ndola ab. Am Wrack findet man die Leichen von Hammarskjöld, seinen Leibwächtern, der Flugzeugbesatzung und des mitfliegenden UN-Personals.
Dag Hammarskjöld wird im Dom zu Uppsala beigesetzt.
Er erhält nach seinem Tod den Friedensnobelpreis 1961. US-Präsident John F. Kennedy nennt Hammarskjöld den "größten Staatsmann unseres Jahrhunderts".
1962 Eine von der UN eingesetzte Untersuchungskommission gibt bekannt, dass die Ursache des Flugzeugsabsturzes mehr zu klären ist. Mord durch eine Sabotage des Flugzeugs kann nicht ausgeschlossen werden. Hammarskjöld bleibt als Politiker in Erinnerung, der das schlechte Gewissen der reichen Nationen weckte. Die Verbrechen des Kolonialismus hatte er nicht tabuisiert.
   
  Literatur:
Fröhlich, Manuel: Political ethics and the United Nations. Dag Hammarskjöld as Secretary-General. London 2008; Scholl-Latour, Peter: Mord am großen Fluss: Ein Vierteljahrhundert afrikanische Unabhängigkeit. München 1991.

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