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Adolph Kolping

1813
Adolph Kolping wird am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Adolph ist das vierte von fünf Kindern dvon Peter Kolping und dessen Ehefrau Anna Maria. Der Vater arbeitet als Schäfer für einen Gutshof.
1826 Mit 13 Jahren verlässt Kolping die Schule und beginnt eine Schuhmacherlehre.
1829 Kolping arbeitet als Schuhmachergeselle in Sindorf, Düren, Lechenich und Köln. Dabei beklagt er sowohl die Lebensverhältnisse der Gesellen wie auch den rauhen Umgangston untereinander. Die Atmosphäre macht ihn krank.
1837
Im Kreise der Schuster fühlt sich Kolping nicht wohl. Er nimmt Lateinunterricht bei einem Priester. Mit 24 Jahren tritt er als Quereinsteiger in die Tertia des Kölner Marzellen-Gymnasiums ein.
1840 Kolping besteht das das Abitur. Er will jetzt Priester werden. 
1841 Beginn seines Theologiestudiums in München und Bonn. In seiner Studienzeit begibt er sich mit einem Freund auf eine Wanderung nach Venedig. Finazielle unetrstützt wird er von Maria Helena Meller, der Tochter des Gutsherrn, für die sein Vater als Schäfer arbeitet.
1844 Eintritt in das Kölner Priesterseminar.
1845 Priesterweihe danach arbeitet er als Kaplan in der Pfarrei Sankt Laurentius in Elberfeld und als Religionslehrer am Gymnasium. In der Pfarrei lernt er die Sorgen ehemals selbständiger Handwerker kennen, die nach der Industrialisierung in Fabriken arbeiten.  
1846 Zusammentreffen mit dem Elberfelder Lehrer Johann Gregor Breuer. Zusammen gründen sie am 30.8.1846 den ersten "Katholischen Gesellenverein" in Elberfeld. Ziel ist die christliche Erziehung vor allem der Handwerker, aber auch der Indusriearbeiter. Im nächsten Jahr geht Kolping geht als Pfarrer nach Wermelskirchen. 

1847 Die Soziale Frage, der wachsende Unterschied zwischen armen und reichen Bevölkerungsschichten, prägt wie heute die politische Auseinandersetzung. 
Karl Marx gründet zusammen mit Friedrich Engels den "Deutschen Arbeiterverein". Er definiert unüberbrückbare Gegensätze, die zu einem Klassenkampf führen.
Kolping hingegen stellt das gesellige Beisammensein der Handwerker in den Vordergrund. Gleichzeitig spricht er sich für berufliche Weiterbildung aus. Trotz dieser sehr unterschiedlichen Ansätze berühren sich Arbeiter- und Kolpingbewegung. Der spätere Sozialdemokrat August Bebel bekanntel, das er "es nicht bereue, Mitglied des Gesellenvereins in Freiburg und Salzburg gewesen zu sein".

Vom Gesellenverein zum Kolpingwerk

1848 In London veröffentlichen Marx und Engels das "Kommunistische Manifest". Im selben Jahr verfasst Kolping seine Schrift „Der Gesellenverein. Zur Beherzigung für alle, die es mit dem wahren Volkswohl ernst meinen“. Kolping will die Handwerksgesellen zu einer "Familie" zusammenführen, in der sie morlischen Hlat und Schutz vor Unterdrückung finden. 
1849 Kolping, der inzwischen „Gesellenvater“ genannt wird, geht als Domvikar nach Köln. Er verbreitet seine Idee des Gesellenvereins weiter.
1850 Weitere Gesellenvereine werden gegründet, zunächst im Rheinland, dann folgen Münster, Hildesheim, Mainz, München, Freiburg im Breisgau, Salzburg und Wien.

Daneben betätigt sich Kolping - wie auch Karl Marx und Heinrich Heine - als Publizist. Zunächst für das „Rheinische. Kirchenblatt“, ab 1854 gründet er die unabhängige katholische Wochenschrift „Rheinische Volksblätter“ Auf Reisen im In- und Ausland wirbt er für seine Ziele.
1853 1853 wird in Köln das erste Gesellenhaus eröffnet. Unterstützung erhält er aus dem Handwerk, der Industrie, der Kirche und der Politik. Vor allem der  Zentrumspolitiker A. Reichensperger greift Kolping finanziell unter die Arme. 
1862 Kolping wird Rektor der Kölner Minoritenkirche.
1863 Etwa um 1863 begegnete er Adolph Kolping dem Arbeiterführer August Bebel in Freiburg.
1865
Kurz nach der Einweihung eines neuen Gesellenhauses in Köln erkrankt Kolping er stirbt am 4. Dezember 1865. Die Kolpingbewegung breitet sich weiter aus. Es entstehen weitere Gesellenhäusernm später auch Ferienheime, Bildungseinrichtungen und eigene Sozialkasse. Heute ist das Kolpingwerk  in  über 17 Ländern der Erde verbreitet. Am 27. Oktober 1991 wird Kolping von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
  Literatur:
Feldmann,  Christian: Adolph Kolping. Ein Leben der Solidarität. Freiburg 2008;  Kracht, Hans-Joachim: Adolph Kolping, Priester, Pädagoge, Publizist. Im Dienst christlicher Sozialreform. Leben und Werk aus den Quellen dargestellt. Freiburg 1993; Raddatz, F.J.: Karl Marx. Eine politische Biographie. Hamburg 1975. Steinke, Paul: Leitbild für die Kirche: Adolph Kolping. Paderborn 1992.

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