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Lucas Cranach

1472
Der Maler und Kupferstecher Lucas Cranach der Ältere,  einer der bedeutendsten Künstler der Renaissance, wird als Lucas Maler, Sohn des Hans Maler in  Kronach im heutigen Nordbayern geboren. 
1500-1504
Seine erste künstlerische Ausbildung erhält Lucas Cranach durch seinen Vater, danach macht er sich auf die Wanderschaft. Seine Reise führt ihn nach Wien, wo er zusammen mit anderen Künstlern zum Stil der Donauschule beiträgt, die den Übergang zwischen Spätgotik und Reniassance markiert. 
1503  Das frühste bekannte Gemälde ist die "Kreuzigung Christi"; seine Signatur Lucas Cranach (Lucas aus Kronach) erscheint erstmals ein Jahr später auf
dem Bild "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten".  
1505  Lucas Cranach erscheint erstmals in den Urkunden der Stadt Wittenberg. Dort erhält er eine Anstellung als Hofmaler des Kurfürsten Friedrich der Weise von Sachsen. Zu seinen Aufträgen gehören nicht nur die Anfertigung von Gemälden mit Kirchen, Chranach liefert auch Entwürfe von Festdekorationen und verschönert verschiedene Materialien. Zusammen mit Albrecht Dürer arbeitet er am Gebetbuch für Kaiser Maximilian I., dem "letzten Ritter" auf dem Kaiserthron.
1508
Cranach wird vom Kurfürsten nach Mecheln gesandt. Er portraitiert u. a. Kaiser Maximilian I. und seinen Enkel, den späteren Kaiser Karl V.
1519-1544 Als Kämmerer gelangt Cranach in der Amtsperiode 1519/1520 in den Ratsstuhl von Wittenberg. Er übt das Amt des Ratsherrn  bis 1535 mehrmals aus. Von 1537  bis 1544 war Cranach mehrfach Bürgermeister in Wittenberg.
1520
Lucas Cranach betätigt sich in Wittenberg als Apotheke, bzw. er erwirbt eine Apotheke. Auch als Buchhändler und Verleger ist der umtriebige Bürger Cranach tätig.
1521 Kaiser Karl V. verhängt die Reichsacht gegen den Martin Luther, den Anstifter der Reformation.
1522
Die Bibelübersetzung des Reformators Martin Luther erscheint mit Illustrierungen von Lucas Cranach.
1524
Anläßlich eines Treffens der beiden Maler Lucas Cranach und Albrecht Dürer in Nürnberg fertigt Dürer ein Portrait von Cranach an. Er verwendet einen Silberstift, der damals für Schwarzweiß-Zeichnungen weit verbreitet war. Heute ist er durch den Bleistift verdrängt.
1525
In Wittenberg schließt Lucas Cranach Freundschaft mit dem Humanisten Philipp Melanchthon. Zudem ist er Trauzeuge bei Luthers Heirat mit Katharina von Bora und der Taufpate des ältesten Sohnes der Familie Luther. Cranach wird dadurch zu einem wichtigen Maler der Reformation. Zudem sorgt er durch seine Grafiken in verschiedenen reformatorische Schriften für die Ausbreitung von Luthers Ideen.
1547
In der Schlacht bei Mühlberg besiegen die Truppen von Kaiser Karl V. das Heer des Schmalkaldischen Bundes. Cranachs Dienstherr ist zu dieser Zeit Herzog Johann Friedrich von Sachen, genannt der Großmütige. Nach der Niederlage wird Johann Friedrich von Sachen als protestantischer Anführer inhaftiert. Lucas Cranach, der seine Künstlerwerkstatt seinem Sohn Lucas Cranach dem Jüngeren übergeben hatte, folgt seinem Dienstherrn drei Jahre später zu dessen Inhaftierungsorten nach.  In Augsburg macht Cranach dabei Bekanntschaft mit Tizian. Dann reist Cranach nach Innsbruck. Nach der Freilassung Johann Friedrichs von Sachen folgt er ihm in die Residenz nach Weimar.
1553
Am 16. Oktober stirbt Lucas Cranach der Ältere im Haus seiner Tochter Barbara in Weimar. Er wird auf dem Jakobsfriedhof begraben. Auf seinem Grabstein erhält Cranach den Beinamen des "schnellsten Malers" bezeichnet. Nicht ohne Grund, denn Cranach schuf wohl mehr als fünftausend Werke, von denen ungefähr 1000 erhalten geblieben sind.

 

Literatur:  Kühne, Heinrich / Strehle, Jutta: Lucas Cranach der Ältere in Wittenberg. Wittenberg 1993; Spielmann, Heinz (Hg.): Lucas Cranach. Glaube, Mythologie und Moderne, Ostfildern 2003.
   


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