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Wilhelm von Humboldt

1767
Am 22. Juni wird Wilhelm Humboldt in Potsdam geboren. Er wächst auf dem Familienbesitz der Humboldts in Tegel auf.
1787 Zusammen mit seinem Bruder Alexander von Humboldt immatrikuliert er sich an der Universität in Frankfurt (Oder). Ein Jahr später wechseln die Brüder nach Göttingen.
1789 Mit seinem Lehrer Johann Heinrich Campe besucht Wilhelm drei Wochen nach dem Sturm auf die Bastille das revolutionäre Paris.
1791 Wilhelm heiratet Wilhelm Caroline von Dacheröden, die Tochter eines preußischen Kammergerichtsrates.
1794 - 1797 Wilhelm von Humboldt wirkt als Privatgelehrter in Jena.
1797 Humboldt hält sich in Paris auf, um Studien zu betreiben, aber auch um die gesellschaftliche Entwicklungen in Frankreich zu verfolgen.
1802 - 1808 Wilhelm von Humboldt vertritt Preußen als Gesandter beim Heiligen Stuhl in Rom. Von dort verfolgt er die Niederlage Preußens gegen Napoleon in der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Humboldt mahnt Reformen im deutschen Bildungswesen an, um den Rückstand zu Frankreich aufzuholen.
1809 Im Februar wird Wilhelm von Humboldt Sektionschef für Kultus und Unterricht im preußischen Innenministerium in Berlin. In seiner Amtszeit entsteht ein neu gegliedertes Bildungssystem, das allen Schichten mehr Chancen des Bildungserwerbs sichern soll. Zwei wichtige Dokumente dieser Zeit sind der Königsberger Schulplan und der Litauische Schulplan. In ihnen stellt er der Standesbildung und der bloßen Ausbildung eine allgemeine Menschenbildung gegenüber. Dieser auf Sokrates begründete Bildungsbegriff bestimmte zwei Jahrhunderte das deutsche Bildungswesen. Erst im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist er zugunsten der Berufsbildung verloren gegangen.
1810 Zur Eröffnung der von ihm mit gegründeten Berliner Universität erscheint Wilhelm von Humboldt nicht persönlich. Nach Auseinandersetzungen hatte er sein Amt wieder verlassen, um als preußischer Gesandter in Wien tätig zu werden. 
1812 Die Abiturprüfung in Preußen wird verpflichtend und einheitlich.
1814/1815 Auf dem Wiener Kongress, der nach der Niederlage Napoleons die neue Ordnung Europas bestimmt, trägt Humboldt zusammen mit dem preußischen Minister Hardenberg maßgeblich an den inhaltlichen Festlegungen bei.
1817 Wilhelm von Humboldt wird Gesandter in London.
1819 Humboldt protestiert gegen die Karlsbader Beschlüsse, die die Meinungs- und Pressefreiheit stark einschränken, und wird daraufhin von allen Ämtern entlassen. Er widmet sich nun wissenschaftlichen Studien auf dem Familienbesitz in Tegel. Humboldt befasst sich mit amerikanischen Sprachen, Sanskrit, Ägyptisch, Koptisch, Chinesisch und Japanisch. Nach Humboldts Erkenntnis liegt in "jeder Sprache eine eigentümliche Weltsicht".
1835  Wilhelm Freiherr von Humboldt stirbt am 8. April in Berlin-Tegel.
   
  Literatur:
Borsche,T.: Wilhelm von Humboldt, München 1990;
Menze, C.: Die Bildungsreform Wilhelm von Humboldts, Hannover 1976.

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