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Carl von Ossietzky

1889 Am 3. Oktober wird Carl von Ossietzky in Hamburg geboren. Sein Vater, ein schlesischer Einwanderer, ist als Stenograph tätig, die Mutter eine Geschäftsfrau.
1904 Abbruch der Mittelschule ohne Abschluss.
1907-1914
Ossietzky wird Hilfsschreiber am Hamburger Amtsgericht.
1908
Beitritt zur "Demokratischen Vereinigung", die im linksbürgerlichen Spektrum angesiedelt ist, und zur "Deutschen Friedensgesellschaft".
1912
Ossietzky arbeitet für die Zeitung "Das freie Volk".
1913 Hochzeit mit der Engländerin Maud Lichfield-Wood, die ihm eine Tochter schenkt.
1914 Carl von Ossietzky beendet seine Tätigkeit im Justizdienst, um freier Journalist zu werden. Wegen eines kritischen Artikels über die Militärgerichtsbarkeit handelt er sich eine Strafe von 200 Reichsmark ein. Im selben Jahr verfasst er den Aufsatz "Wo bleibt das Theater?" für eine Zeitschrift des "Deutschen Monistenbundes", einer freigeistigen, liberalen Vereinigung.
1915
Aus finanziellen Gründen kehrt Carl von Ossietzky in den Justizdienst zurück.
1916-1918
Ossietzky wird im 1. Weltkrieg eingezogen und kämpft an der Westfront. Nach der Schlacht von Verdun schreibt er Artikel gegen den Krieg.
1919
Carl von Ossietzky kehrt nach Hamburg zurück, wo er den Justizdienst erneut quittiert. Im selben Jahr zieht er nach Berlin und übernimmt den Posten des Generalsekretärs der Deutschen Friedensgesellschaft.
1920 Tätigkeit für die sozialdemokratische "Volks-Zeitung". Im Rahmen seiner politischen Tätigkeit trifft er mit dem Schriftsteller Kurt Tucholsky zusammen.
1924-1926 Carl von Ossietzky arbeitet für verschiedene Publikationen, u.a. die Wochenzeitung "Das Tagebuch" und den "Montag-Morgen".
1927 Mit der Herausgabe der Wochenzeitschrift "Die Weltbühne" erreicht Carl von Ossietzky eine hohe Popularität in linksbürgerlichen Kreisen. Er kritisiert dabei die Wiederaufrüstung, weshalb er mehrmals vor Gericht gestellt und verurteilt wird.
1929 Der Journalist Walter Kreiser veröffentlicht den Artikel „Windiges aus der deutschen Luftfahrt“ in der Weltbühne. Er thematisiert die geheimen Aufrüstungspläne.
1931 Wegen Verrats militärischer Geheimnisse werden Ossietzky und Kreiser zu je 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Kreiser entzieht sich der Verhaftung durch die Flucht nach Frankreich. 
1932 Am 10. Mai tritt Ossietzky tritt seine Haftstrafe im Berliner Gefängnis Tegel an. Wegen einer Weihnachtsamnestie wird er am 22. Dezember vorzeitig entlassen.
1933 Am 30. Januar übernehmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland. Ossietzky lehnt es wie schon im Vorjahr ab, sich seinen Gegnern durch Flucht zu entziehen. Am 28. Februar, in der Nacht des Reichstagsbrandes, wird er von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) festgenommen und in Spandau inhaftiert. Im März wird die "Weltbühne" verboten, im April wird Ossietzky in das Konzentrationslager Sonnenburg gebracht. Im nächsten Jahr wird er im Konzentrationslager Papenburg interniert.
1936 Aufgrund der schweren Misshandlungen, die Carl von Ossietzky schon seit seiner Festnahme durch die Gestapo erleiden musste, erkrankt er an Tuberkulose. Er wird in des Staatskrankenhaus der Polizei nach Berlin verlegt. Das Nobelpreiskommitee in Stockholm ehrt Carl von Ossietzky rückwirkend für das Jahr 1935. Eine Reise zur Preisverleihung nach Oslo wird Ossietzky verwehrt.
1938 Am 4. Mai stirbt Carl von Ossietzky an den Folgen seiner erlittenen Misshandlungen.
   
  Literatur:
Suhr, Elke: Carl von Ossietzky. Eine Biographie. Köln 1988; Vinke, Hermann: Carl von Ossietzky. Hamburg 1978.

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