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Miguel de Cervantes

1547 Miguel de Cervantes wird in Alcalá de Henares nahe Madrid als viertes von sieben Kindern einer verarmten Adelsfamilie geboren. Über seine Kindheit ist wenig bekannt. Er studiert Theologie in Salamanca und Madrid.
1569 Nachdem Cervantes einen Gegner im Duell verletzt hat, wird auf ihn ein königlicher Haftbefehl ausgestellt. Als Strafe droht ihm Verbannung und Verlust der rechten Hand. Cervantes flieht nach Italien und dient als Kammerherr beim päpstlichen Legaten in Rom.
1571 Als Soldat im spanischen Heer kämpft er in der Seeschlacht von Lepanto. Dort kämpft die Heilige Liga, bestehend aus einer Koalition von Papst Pius V., Spanien, Venedig und Genua gegen das Osmanische Reich. Miguel de Cervantes wird verwundet, und seine linke Hand entstellt. Er erhält den Beinamen "der Einarmige von Lepanto", und dient weiter in der spanischen Marine.
1575 Auf der Rückreise nach Spanien fällt er zusammen mit seinem Bruder Rodrigo in die Hände algerischer Seeräuber und wird nach Algier verschleppt und versklavt. Sein Bruder wird zwei Jahre später freigekauft. 
1580 Nach mehreren Fluchtversuchen wird auch Miguel freigekauft. Das Lösegeld bezahlt der Trinitarierorden, ein Zweig der Augustiner. Cervantes begibt sich nach Madrid.
1581-1582 Miguel Cervantes reist nach Portugal, um sich auf eine Anstellung in den spanischen Kolonien in Südamerika zu bewerben. Das Vorhaben scheitert.
1583 Cervantes kehrt nach Madrid zurück und schreibt an seinem Schäferroman "La Galatea".
1585-1586 Nach dem Erscheinen von "La Galatea" unternimmt Cervantes eine Geschäftsreise nach Sevilla
1587-1593 Miguel Cervantes reist in königlichem Auftrag zum Ankauf von Öl und Getriede nach Andalusien. Wegen angeblicher Unterschlagungen kommt er vorübergehend in Haft.
1595 Cervantes nimmt erfolgreich an einem Dichterwettbewerb in Saragossa teil. Bei Geldgeschäften treten Schwierigkeiten auf. Wieder einmal steht Cervantes vor Gericht.

Don Quijote

1597-1598 Miguel Cervantes wird für einige Monate im Gefängnis von Sevilla inhaftiert. Während dieser Zeit beginnt mit dem "Don Quichote". Im "Ritter von der traurigen Gestalt", der Zeit seines Lebens in die seltsamsten Situationen gerät, schuf Cervantes ein Meisterwerk, in dem er wohl auch seine eigene Biographie verarbeitete.
1599-1603 Nach seiner Rehabilitierung reist Cervantes geschäftlich umher. Währenddessen beginnt er die Novelle "Die Macht des Blutes".
1604 Die Familie Cervantes siedelt nach Valladolid in Kastilien, das von 1600 bis 1606 spanische Hauptstadt ist. Hier vollendet Miguel Cervantes seinen Don Quijote.
1605 Der Don Quijote wird ausgeliefert und hat beim Publikum sofort einen großen Erfolg.
1606 Der Königshof kehrt wieder nach Madrid zurück und ebenso die Familie Cervantes.
1607 Seine Verleger und Drucker hintergehen Cervantes, und behalten den Gewinn aus dem ersten Teil des Don Quijote ab für sich. Verbittert beginnt Cervantes mit einem zweiten Teil.
1615 Der zweite Teil des Don Quichote erscheint.
1616 Am 22. April stirbt der Abenteurer und Dichter Miguel Cervantes, verarmt und wie sein Romanheld wenig beachtet. Er wird in einem Kloster des Trinitarierordens begraben. Seine literarische Wiederentdeckung und heutige Popularität verdankt Miguel Cervantes den deutschen Romantikern, vor allem Ludwig Tieck.
Canavaggio Jean: Cervantes. Biographie. Zürich, München 1989;
Dieterich Anton: Miguel de Cervantes. Reinbeck bei Hamburg 1984.

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