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Rudolf I. von Habsburg

1218
Rudolf wird am 1. Mai auf Schloss Limburg im Breisgau geboren, er ist der Sohn Albrecht IV. Graf von Habsburg und der Hedwig von Kyburg. Er war in erster Ehe mit Gertrud (Anna) von Hohenberg verheiratet (gest. 1281), in zweiter mit Elisabeth von Burgund (gest. 1323). Aus seiner ersten Ehe stammen zahlreiche Kinder, darunter die Herzöge Albrecht I. und Rudolf II. von Österreich. Die Töchter waren in die europäischen Herrscherhäuser verheiratet.
um 1240 Rudolf tritt als Nachfolger seines Vaters die Herrschaft in der Grafschaft (Nordostschweiz, Schwarzwald, Vogesen) an, seit den sechziger Jahren mit Burg Ortenberg bei Schlettstadt als Residenz, Rudolf von Habsburg weitet seine Herrschaft schnell aus.
1264
Nach dem Aussterben des Geschlechts der Kyburger erwirbt Rudolf von Habsburg deren Grafschaft.
1267/68
Rudolf erweist sich als stauferfreundlich und unterstützt den Italienzug Konradins, mit dem dieser die staufische Herrschaft in Sizilien behaupten möchte.
1273  Rudolf wird am 1. Oktober in Frankfurt am Main von den Kurfürsten zum Römischen König gewählt. Er erhält die Reichsinsignien und wird am 24. Oktober im Aachener Münster durch Erzbischof Engelbert von Köln gekrönt. Rudolf von Habsburg beendet damit das seit 1254 bestehende "Interregnum", eine Zeit in der sich mehrere, nicht von allen Seiten anerkannte Könige abwechselten.
1273-77
Ottokar, der König von Böhmen, hatte als Kurfürst nicht an der Königswahl teilgenommen und stellt sich gegen Rudolf als König.
1275 Der Augsburger Hoftag erkennt Ottokar die Reichslehen und das Erzschenkenamt ab, über ihn wird die Reichsacht verhängt.
1276
Im Bündnis mit den Kurfürsten und dem ungarischen König geht Rudolf von Habburg militärisch gegen Ottokar vor. Nach der Eroberung von Linz und der Belagerung Wiens lenkt Ottokar ein. Am 21. November Rudolf als König an und verzichtet auf seine Ansprüche.
1278 Der Konflikt mit Ottokar bricht von neuem aus, Rudolf gewinnt die Schlacht bei Dürnkrut am 26. August, Ottokar wird nach der Schlacht ermordet. Die Machübernahme der Habsburger in Österreich beginnt.
1281 Auf dem Hoftag von Nürnberg am 9. August lässt Rudolf feststellen, das alle nach Friedrich II. durchgeführten Schenkungen und Verfügungen über Reichsgüter nichtig seien und beginnt mit den Revindikationen, der Rückforderung des entfremdeten Reichsgutes. Er setzt Landvögte ein, die unberechtigt entfremdetes Reichsgut wiederfinden und einziehen sollen. Er teilt das gesamte Reichsgut in Landvogteien ein, um eine effektive Verwaltung nach englischem und französischem Vorbild zu sichern. Im königsnahen Südwesten sind die Revindikationen wenigstens teilweise erfolgreich, im Norden nicht.
1282 Rudolf von Habburg belehnt seine Söhne Albrecht und Rudolf mit Österreich, Steiermark und Krain und erhebt sie in den Reichsfürstenstand. Mit der Rheinfelder Hausordnung vom nächsten Jahr schafft er die Grundlagen der späteren Herrschaft des Hauses Habsburg. Rudolfs Kaiserkrönung scheitert allerdings, damit auch die Möglichkeit, Albrecht zum Römischen König zu machen.
1287 Rudolf hatte im Westen und Süden des Reiches verschiedene örtlich und zeitlich begrenzte Landfrieden ausgehandelt. Nun erfolgt die Verkündigung eines Allgemeinen Landfriedens nach Vorbild des Reichslandfriedens von 1235.
1289 Rudolf setzt seine Ansprüche auf die burgundische Pfalzgrafschaft durch, die aber nicht gegen die Ansprüche Frankreichs gehalten werden kann.
1291
Rudolf von Habsburg stirbt am 15. Juli in Speyer, er wird im Dom begraben.
  Rudolf von Habsburg legte die Grundlage für die spätere Macht des Hauses Habsburg, die unter Kaiser Karl V. die größte Fülle erreichte. Rudolf stärkte das Königtum gegen die Fürsten und setzte den Landfrieden und die königliche Gerichtsbarkeit durch.
 
Literatur:
Karl-Friedrich Krieger, Rudolf von Habsburg, Darmstadt 2003; Johann Franzl, Rudolf I., Graz 1986.

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