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Kurt Cobain

1968 Kurt Cobain wird am  20. Februar 1967 in der Kleinstadt Aberdeen im US-Bundesstaat Washington geboren, etwa 130 km südlich von Seattle.
1976 Kurts Eltern lassen sich scheiden. Cobain lebt abwechselnd bei Vater und Mutter. 
1984-1987 In der Schule trifft Cobain auf den Bassisten Krist Novoselić. Beide sind Fans der Gruppe "The Melvins". Im Umfeld der Melvins entstehen weitere Bands mit wechselnden Besetzungen.
1987 1987 gründen Cobain, Novoselić und Aarin Burckhardt Nirvana, allerdings noch unter anderen, häufig wechselnden Namen. Doch die Besetzung ist fest: Cobain ist Songschreiber, Sänger und Gitarrist, Novoselic spielt Bass und manchmal Akkordeon. Burckhardt sitzt am Schlagzeug. 
1988 Am 19. März 1988 spielte die Band zum ersten Mal unter dem Namen Nirvana. Jack Endino, der Manager des in Seattle gegründeten Labels "Sub Pop", nimmt die Gruppe unter Vertrag. Nirvana geht ins Studio und produziert die erste Single  "Love Buzz" Der Radiosender KCMU spielte "Floyd the Barber", Nirvana sind zum ersten Mal im Radio.
Nirvana geht auf Tour. Der Labelname "Sub Pop" steht nun für eine neue Musikrichtung, die eine Reihe von Bands prägen. Neben Nirvana sind dies Mudhoney, Soundgarden und The Offspring. Aus den Bezeichnungen "Subpop" und "Seattle Sound" kreiert die Musikindustrie einen neuen Namen, den "Grunge". Grunge steht für ungezügelten, kaputten Gitarrenrock, die gelungene Wiedervereinigung von Heavy Metal und Punk.
1989 Mit "Bleach" erscheint das erste Nirvana-Album. Das Schlagzeug wird mit Dave Grohl neu besetzt.
1991 Nirvana wechselt vom Indie-Label Subpop zur großen Plattenfirma "Geffen". Die Band geht ins Studio, um mit "Nevermind" eines der wichtigsten Alben der Musikgeschichte aufzunehmen. Der Song 1991 "Smells Like Teen Spirit" wird zur Hymne einer sich nutzlos fühlenden Generation, deren Lebensgefühl Cobain in der Textzeile "Here we are now, entertain us" auskotzt. Das Plattencover zeigt die Welt der kapitalistischen Verwertungsmaschine. Ein ins Wasser geworfener Säugling wird mit einem Geldschein geködert.
1992 Im Februar 1992 heirateten Kurt Cobain und Courtney Love auf Hawaii. Das Paar hat eine Tochter, Frances Bean Cobain. Courtney Love vertritt mit ihrer Band "Hole" die weibliche Seite des "Grunge". Hole mischt aggressiven Punksound mit wechselndem kreischendem und melancholischen Gesang.
Zum Jahresende 1992 erscheint das dritte Nirvana-Album "Incesticide". Es ist im Vergleich zu Smells Like Teen Spirit experimenteller und weniger eingängig.
1993 Nirvana gehen für ihr viertes Album "In Utero" ins Studio. Das Album knüpft wieder an die Eingängigkeit von  "Smells like Teen Spirit an". Sofort nach der Veröffentlichung erreicht es den ersten Platz in den Charts.
Der Musiksender MTV lädt Nirvana für eine Unplugged-Session nach New York. Am 18. November 1993 spielt die Band ihr letzten öffentliches Konzert. Es wird von MTV live übertragen. 
1994 Cobain nimmt Heroin und unternimmt einen Selbstmordversuch. Er wird im März in eine psychiatrische Klinik in Los Angeles aufgenommen, aus der er flieht.
am 5. April 1994 begeht Kurt Cobain in Seattle Selbstmord durch Erschießen. Er ist zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alt, und damit im legendären "Club 27" der verstorbenen Rockmusiker. Mit 27 starben Jim Morrison, Jimi Hendrix und Janis Joplin. Das Grab von Jim Morisson auf dem Pariser Friedhof Pere Lachaise ist bis heute eine Kultstätte der Doors-Fans. Um einen ähnlichen Kult zu verhindern, wird die Garage abgerissen, in der sich Cobain erschossen hat. Obwohl ein Abschiedsbrief gefunden wurde, existieren Verschwörungstheorien um eine Ermordung Cobains.
Kurt Cobain gilt als Vertreter der "Generation X". Sie wächst im Gegensatz zu den 68-ern ohne politisches Ziel auf. Sie rebelliert nicht, sondern passt sich mit der Faust in der Tasche an. Cobain gilt als ihr Held, da er sich nicht von der Verwertung vereinnahmen ließ - bis zur letzten Konsequenz.
   
  Literatur:
Cobain, Kurt: Tagebücher. Köln 2002;  Cross, Charles R.: Der Himmel über Nirvana – Kurt Cobains Leben und Sterben. Höfen 2002.  Zabel, Sebastioan: Die Narben des Rock'n'Roll. In:Rolling Stone. Nr. 10, Berlin 2013, S. 36–45.

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