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Friedrich III. - König von Preußen und Deutscher Kaiser

Steckbrief: Kaiser Friedrich III. lebte von 1831 bis 1888. Stichworte zum Lebenslauf von Friedrich III. sind Dreikaiserjahr, Deutscher Kaiser und König von Preußen. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Nur 99 Tage regierte Friedrich III. Preußen und das Deutsche Reich.
1831
Friedrich III. wird am 18. Oktober 1831 in Potsdam geboren. Er ist der älteste Sohn Wilhelms von Preußen und seiner Ehefrau, Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach. Die Zweckehe wurde aus politischen Gründen arrangiert.
Wilhelm von Preußen wird 1871 von Bismarck zum Kaiser ernannt. 
1838 Geburt von Friedrichs Schwester Luise. Sie wird später Großherzogin von Baden. In der Tradition der Hohenzollern absolviert Friedrich ein Ausbildung beim preußischen Militär.
1844 Der Archäologe Ernst Curtius, der später wie Wilhelm Dörpfeld an den Ausgrabungen des antiken Olympia, teilnimmt, wird zu Friedrichs Hauslehrer. 1875 unterstützt Friedrich die Grabungskamapgne von Curtius mit 80.000 Mark.
1848 Während der Revolution von 1848 muss die Familie aus dem Berliner Kronprinzenpalais flüchten. Im März 1848 lässt Friedrichs Vater Militär gegen die Demonstranten einsetzen. Straßenkämpfe brechen aus, 183 Menschen finden den Tod. 
1850 Beginn des Studiums an der Uni Bonn. Zu seinen Professoren gehört der Historiker und Philosoph Ernst Moritz Arndt, der in der Zeit der Befreiungskriege gegen die napoleonische Besatzung gekämpft hatte. Friedrich hört juristische und historische Vorlesungen.
1851 In London besucht Friedrich die Weltausstellung. Dabei lernt er seine spätere Ehefrau kennen, Prinzessin Vikoria. Sie ist die Enkelin der legendären Monarchin Queen Viktoria, nach der das "Viktorianische Zeitalter" benannt wurde.
1858 Hochzeit in London. Viktoria wird acht Kinder zur Welt bringen.
1859 Geburt des ersten Sohnes Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm II.
1861 Am 18. Oktober, dem Jahrestag der Leipziger Völkerschlacht, lässt sich Wilhelm I. zum König krönen.
1862 Wilhelm I. beruft Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten. Bismarck nutzt die Position, um in drei Kriegen das Deutsche Reich politisch zu einigen:. Deutsch-Dänischer Krieg, Deutscher Bruderkrieg und Deutsch-Französischer Krieg. 
1866 Deutscher Bruderkrieg. Friedrich führt die preußischen Truppen siegreich durch die Schlacht bei Königgrätz. 
1870 Im Deutsch-Französischen Krieg wird Friedrich endgültig zum militärischen Helden stilisiert. Er erhält den Oberbefehl über die III. Armee und wird Generalfeldmarschall.

Gründung des Deutschen Reichs

1871
Noch während des Krieges gegen Frankreich gründet Bismarck am 18. Januar 1871 das Deutsche Kaiserreich. Der Gründungsort liegt nicht auf deutschem, sondern auf französischem Boden. Im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles wird die Reichsgründung proklamiert. Wilhelm I. wird von Bismarck zum deutschen Kaiser erhoben. Weil Wilhelm die preußischen Krone höher schätzt als die "Schmutzkrone" des Deutschen Reichs, nimmt er den Titel nur widerwillig an. Friedrich erhält den Titel "Kronprinz des Deutschen Reiches". In Berlin setzt er sich für den Neubau von Museen ein.
1878 Zwei anarchistische Attentate werden auf Friedrichs Vater verübt, Kaiser Wilhelm I.  Beim zweiten Attentat wird der Kaiser schwer verwundet. Friedrich übernimmt das Amt des Stellvertreters für das Deutsche Reich und die Regierung von Preußen.  
1887 Friedrich reist zum 50. Regierungsjubiläum von Königin Viktoria nach England. Wegen einer Erkrankung an Kehlkopfkrebs kann er kaum noch sprechen. Im italienischen Küstenort San Remo geht Friedrich auf Kur.
1888
Dreikaiserjahr. Am 9. März 1888 stirbt Kaiser Wilhelm I. in Berlin. Er wird im Mausoleum im Schlosspark von Charlottenburg begraben. Nachfolger wird der "99-Tage-Kaiser", sein kranker Sohn Friedrich III. Trotz der schweren Erkrankung an Kehlkopfkrebs übernimmt er beide Regierungsgeschäfte. Der "stumme Kaiser" regiert Preußen und das Deutsche Reich. Nur mit Gesten und  Schrift kann es sich noch verständigen. Am 21. März ernennt er den  Kronprinzen Wilhelm zu seinem Stellvertreter. 
Am 15. Juni 1888 stirbt Friedrich III. im Neuen Palais zu Potsdam. Noch am selben Tag wird Wilhelm II. zum deutschen Kaiser, der Enkel von Wilhelm I.
  Literatur:
Müller, Frank Lorenz: Der 99-Tage-Kaiser. Friedrich III. von Preußen - Prinz, Monarch, Mythos. München 2013; Ohff, Heinz: Preußens Könige. München 1999; Ullrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 - 1918. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, Frankfurt 1977.

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