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Carl Gustav Jung

1875
Carl Gustav Jung, bekannt als C.G. Jung, wird am 26. Juli im schweizerischen Kesswil, Kanton Thurgau, als Sohn eines evangelischen Pfarrers und seiner Frau geboren. Vom gleichnamigen Großvater wird in der Familie die Legende überliefert, dass dieser ein natürlicher Sohn des Dichters Johann Wolfgang von Goethe gewesen sei. Der Großmutter wurden mediale Fähigkeiten nachgesagt.
1884 C.G. Jung wird am Gymnasium in Basel eingeschult.
1892 Seine Jugend hindurch hat C.G. Jung immer wieder mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen. Trost verschafft er sich in der Philosophie. C.G. Jung entdeckt den Pessimisten Schopenhauer und den Realisten Kant. Die Lektüre Schopenhauers inspiriert ihn auch zur Beschäftigung mit fernöstlichen Lehren. C.G. Jung wird später Elemente des Taoismus in sein Therapiekonzept integrieren.
1895 An der Universität Basel schreibt C.G. Jung sich zum Studium der Naturwissenschaften, später der Medizin ein.
1896 Jungs Interesse an okkulten Phänomenen manifestiert sich in spiritistischen Sitzungen mit seiner medial begabten Cousine Helene Preiswerk. Solche Séancen waren zur damaligen Zeit nichts Ungewöhnliches.
1900 Als Bester seines Jahrgangs besteht Carl Gustav Jung das Staatsexamen. Er tritt eine Assistenzstelle an der psychiatrischen Klinik Burghölzl bei Professor Eugen Bleuler an. Jung beschäftigt sich mit den zeitgenössischen Arbeiten des Begründers der Psychoanalyse, Sigmund Freud. Dessen Ausführungen zu Traum und Hysterie prägen ihn in dieser Lebensphase.
1902 Er schreibt seine Dissertation zum Thema "Zur Psychologie und Pathtologie sogenannter okkulter Phänomene".
1903 Jung heiratet Emma Rauschenbach, die Tochter von Bekannten der elterlichen Familie. Mit ihr wird er fünf Kinder haben.
1905 An der Universität Zürich nimmt C. G. Jung eine Stelle als Privatdozent an.
1907 Jung besucht Sigmund Freud in Wien. Die beiden kennen sich durch einen von Jung ausgehenden Briefwechsel bereits ein Jahr.
1908 Die Klinik Burghölzl, an der Jung immer noch arbeitet, legt ihm nahe zu gehen. Grund sind seine eigenen Forschungen, die nach Meinung der Klinikleitung zuviel seiner Zeit und Energie in Anspruch nehmen. C.G. Jung eröffnet eine eigene Praxis in einem neuerbautem Haus in Küsnacht bei Zürich.
1910 Die "Internationale Psychoanalytische Vereinigung" wird in Nürnberg gegründet. Jung wird ihr Präsident und bleibt dies bis 1914.
1911 Seine Ehe kriselt, denn Jung unterhält schon seit einiger Zeit Verhältnisse zu Patientinnen.
1912 Durch das Erscheinen von Jungs "Wandlungen und Symbole der Libido" kommt es zum Bruch der mittlerweile angespannten Beziehung zu Freud, dessen Libidotheorie er im Buch kritisiert.
1913 Jung beendet die Lehrtätigkeit an der Universität Zürich. Seither nennt er seine Fachrichtung in Abgrenzung zu Freunds Psychoanalyse "Analytische Psychologie".
1920 C.G. Jung bereist Nordafrika um "den Europäer einmal von außen zu sehen".
1921 In "Psychologische Typen" unterscheidet er zwischen introvertierten und extravertierten Menschen. Diese Unterscheidung findet schnell Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch.
1924 Für fast zwei Jahre geht C.G. Jung auf Reisen: seine Studien führen ihn erst nach Nordamerika, später wieder einmal nach Afrika, in den Sudan und nach Ägypten.
1933 Er übernimmt die Präsidentschaft in der "Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie". Die beginnende Herrschaft der Nationalsozialisten veranlasst ihn zu opportunistischen, teilweise antisemitischen Äußerungen, wofür er von Herbert Marcuse, Erich Kästner, Ernst Bloch und Erich Fromm kritisiert wird. Im selben Jahr erhält Jung eine Anstellung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, die ihn 1935 zum Titularprofessor ernennt.
1939 Carl Gustav Jung kandidiert für die Schweizer Nationalratswahlen, erhält aber nicht genügend Stimmen. Als Freud im selben Jahr stirbt verfasst Jung einen Nachruf, in welchem er ihn einerseits würdigt, andererseits aber noch einmal deutlich kritisiert.
1940 C.G. Jungs Schriften werden in Deutschland verboten.
1944 Er wird als ordentlicher Professor für Medizinische Psychologie nach Basel berufen, muss den Lehrauftrag aus gesundheitlichen Gründen jedoch bald zurückgeben.
1955 Am 27. November stirbt Emma Jung.
1961 Am 6. Juni stirbt C. G. Jung nach wochenlanger Krankheit in seinem Haus im schweizerischen Küsnacht.
   
  Literatur:
Wehr, Gerhard: Carl Gustav Jung. Leben, Werk, Wirkung, München 1985. Brumlik, Micha: C.G. Jung zur Einführung. Hamburg 2004.
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