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Buster Keaton 

1896
Buster Keaton wird unter dem Namen Joseph Francis Keaton am 4. Oktober 1896 in Pickway im US-Bundestaat Kansas geboren. Seine Eltern sind die Schauspieler und  Varietékünstler Joe und Myra Keaton. Früh betritt der Junge die Welt der Bühne. Den Spitznamen "Buster" erhält er vom Vater, weil er alle Stürze und Unfälle der Kindheit heil übersteht.
1899 Schon mit 3 Jahren steht Buster Keaton in Sketchen auf der Bühne.
Ab 1901 Die Familie tritt als "The Three Keatons" auf, später als "Buster assisted by Joe and Myra Keaton".
1917
Am 6. April 1917 verkündet US-Präsident Woodrow Wilson den Kriegseintritt der USA als "Kreuzzug für die Demokratie".
Buster Keaton wechselt zum Film. Er spielt für Produktionen des Komikers Roscoe "Fatty" Arbuckle. Arbuckle ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Inhaber der Firma "Comique Film Company". Im Trio "Keaton, Fatty und Al St. John" macht sich Buster Keaton einen Namen.
1918
Buster Keaton leistet sieben Monate Militärdienst in Frankreich. Abschließend dreht er weitere Filme mit Arbuckle.
1920  Buster Keaton dreht seinen ersten eigenen Kurzfilm, "The High Sign". Anschließend auch Spielfilme. In seinem Langfilm "The Saphead" (Der Dummkopf) spielt er den tolpatschigen Sohn eines Finanzhais.
1919
Zusammen mit anderen Schauspielern gründet Charlie Chaplin die Filmgesellschaft United Artists, die unabhängige Produktionen und den Filmverleih ermöglicht. Gemeinsame Projekte verfolgen Charlie Chaplin und Buster Keaton zu diesem Zeitpunkt nicht.
1921
Charlie Chaplins erster großer Spielfilm "The Kid" (Der Vagabund und das Kind) läuft an.
1922 In "The Electric House" (Das vollelektrische Haus) führt Buster Keaton den Zuschauer durch die Katastrophen der Technik.  
1923 Keaton dreht "The Three Ages" (Die drei Zeitalter). Die Komödie spielt in der Steinzeit, dem alten Rom und dem modernen Amerika.
1926 In "Battling Butler" (Schlag auf Schlag) greift er das Thema von "The Saphead" noch einmal auf. Keaton spielt den verwöhnten Millionärssohn Alfred Butler.
Im selben Jahr drehr er den legendären Film "Der General". Technisch ist Keaton seiner Zeit voraus. Zum Einsatz bringt er nicht nur fahrende Kameras, sondern auch eine moderne Tricktechnik. Trotzdem überzeugt der Film durch seinen Realismus.
1927 Mit "Sport ist Mord" gelingt Buster Keaton eine Satire auf die Welt des Leistungssports.
1929 "Spite Marriage" (Trotzheirat) wird Buster Keatons letzter Stummfilm.

Charlie Chaplin und Buster Keaton

Ab 1933 Mit dem Durchbruch des Tonfilm nimmt die Qualität seiner Filme ab. Keatons Mimik ist nicht mehr zeitgemäß. Hinzu kommen Alkoholprobleme und eine 1933 geschlossene Ehe, die 1936 wieder geschieden wird.
1940 Keaton heiratet erneut. Weil Erfolge beim Film ausbleiben, arbeitet er als Gagschreiber.
1940 Charlie Chaplins erster Tonfilm "The Great Dictator" persifliert Adolf Hitler. Im Gegensatz zu Buster Keaton hat er den Sprung in die Ära des Tonfilms gemeistert. 
1950 Buster Keaton hat einen Kurzauftritt in Billy Wilders sensiblem Drama "Boulevard der Dämmerung". Pikant ist der Auftritt Keatons, weil Billy Wilder die Einsamkeit eines verblichenen Stars thematisiert.
1952 Auftritt in Charlie Chaplins Drama "Limelight" (Rampenlicht). Es bleibt der einzige Film, in dem die beiden großen Stars gemeinsam zu sehen sind. 
1956 Kurzauftritt im Abenteuerfilm "In 80 Tagen um die Welt", nach dem Roman von Jules Verne (Reise um die Erde in 80 Tagen).
1962 Wiederauführung von "Der General". In Paris wird Buster Keaton mit einer Retrospektive für sein Lebenswerk geehrt.
1965 Nebenrolle in Richard Lesters "Toll trieben es die alten Römer".
1966 Buster Keaton stirbt am 1. Februar 1966 in Hollywood.
Wie Charlie Chaplin und Harold Lloyd zählt er zu den Legenden der Stummfilmzeit. Wegen seines unbeweglichen Gesichtsausdrucks wurde er auch "Stoneface" genannt. In seinen Filmen war er "der Mann, der nie lachte".
   
  Literatur:
  Kimmich, Dorothee (Hrsg.): Charlie Chaplin. Eine Ikone der Moderne. Frankfurt/M. 2003;  Krusche, Dieter: Reclams Filmführer. 13., neubearbeitete Auflage. Stuttgart 2008;  Schütte, Wolfram /  Jansen, Peter W. Buster Keaton.  München u. a. 1975;
Tichy, Wolfram: Buster Keaton. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg 1983.
 
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