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Billy Wilder

1906 Billy Wilder wird am 22. Juni 1906 unter dem Namen Samuel Wilder in Sucha bei Krakau geboren. Die Stadt gehörte damals zu Österreich. Er ist der Sohn des jüdischen Gastronoms Max Wilder und dessen Frau Eugenia. Billy ist sein Rufname.
1914 Europa rüstet sich für den Krieg, das Grenzgebiet zwischen Österreich und Polen gilt als unsicher. Kurz vor Kriegsausbruch zieht die Familie nach Wien.
1918 Nach Kriegsende begeistert sich Billy wie seine Mutter für Filme und Musik aus den USA. Besuch des Wiener Realgymnasiums.
1924 Nach dem Abiur beginnt Billy Wilder ein Jurastudium. Schnell bricht er es wieder ab, um Reporter bei der Boulevardzeitung "Die Stunde" zu werden.
1926 Umzug nach Berlin. Billy Wilder trifft mit dem "rasenden Reporter" Egon E. Kisch und dem Schriftsteller Erich Maria Remarque zusammen.
1929 Als Drehbuchautor arbeitet Billy Wilder für die deutsche UFA (Universum Film AG)
1933 Adolf Hitler ergreift die Macht in Deutschland. Nach dem Reichtagsbrand vom 27. auf den 28. Februar verschärfen Göring, Himmler und Heydrich die Verfolgung von Juden und politischen Gegnern. Noch am 28. Februar verlässt Billy Wilder Deutschland. Er geht nach Paris.
1934 Der Filmproduzent Joe May holt Billy Wilder als Drehbuchschreiber in die USA. Wilder erhält eine Anstellung bei der Filmproduktions-Firma Columbia Pictures.
1938 "Anschluss Östereichs" an das Deutsche Reich. Die Verfolgung der Juden in Wien beginnt. Viele Mitglieder der Familie Wilder werden inhaftiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet, darunter seine Mutter, die Großmutter und der Stiefvater.
ab 1941 Im Haus der Familie des Komponisten Friedrich Hollaender trifft Billy Wilder auf andere Emigranten wie den Musiker Georg Kreisler und die Schauspielerin Marlene Dietrich. Einige aus diesem Kreis erhalten später eine Ausbildung im „Military Intelligence Training Center“, dem legendären Camp Ritchie. Im Camp befinden sich zeitweise der Diplomat Henry Kissinger und die Schriftsteller Stefan Heym und Ernest Hemingway.

Billy Wilder in Hollywood

1942 Billy Wilder schafft sich als Regisseur für den Film "The Major and the Minor" (Der Major und das Mädchen) einen Namen.
1943 Billy Wilder dreht den Spionagefilm "Five Graves to Cairo" (Fünf Gräber bis Kairo). Die Handlung spielt während des deutschen Afrikafeldzuges. Der Film ist Teil der Anti-NS-Propaganda der USA. 
1950 In seinem sensiblem inszenierten Drama "Boulevard der Dämmerung" thematisiert Billy Wilder die Einsamkeit eines verblichenen Filmstars. Eine Nebenrolle besetzt Buster Keaton.
1954 Mit der Komödie "Das veflixte siebte Jahr" feiert er einen großen Erfolg beim Publikum.
1957 Mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle dreht er das Justizdrama "Zeugin der Anklage".
1959 Für die Komödie "Manche mögen's heiß" führte Billy Wilder nicht nur Regie, er schrieb neben anderen auch das Drehbuch. In den Hauptrollen und in Frauenkleidern  zu sehen sind Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis
1960 Wilder erhält drei Oscars für den Film "Das Appartment". In der Hauptrolle ist Jack Lemmon zu sehen. Als Angestellter einer Versicherung verliebt er sich in eine Fahrstuhlführerin.  
1961 Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs zwischen der USA und der Sowjetunion dreht Billy Wilder die Komödie "One, Two, Three". Die Hauptrollen spielen Liselotte Pulver  undHorst Buchholz. Die Story über die Liebe zwischen der Tochter eines Kapitalisten und einem überzeigten Kommunisten  wird angesichts der drohenden Gefahr eines dritten Weltkriegs vom Publikum nicht als Komödie akzeptiert. Kurz vor dem Kinostart lässt Ulbricht die Berliner Mauer errichten. Den Bau mit vorbereitet hatte Erich Honecker.
1963 Mit der Komödie "Das Mädchen Irma La Douce" feiert Billy Wilder seinen vorerst letzten großen Erfolg. In den Hauptrollen zu sehen sind Shirley MacLaine als lebenslustige Pariser Prostituierte und Jack Lemmon als verliebter Polizist.
1981 Mit seinem letzten Film "Buddy, Buddy" kann Billy Wilder noch einmal die Herzen des Publikums erobern. In den Hauptrollen sind Jack Lemmon und Walther Matthau zu sehen.
2002 Der Drehbuchautor und Regisseur Billy Wilder stirbt am 27. April 2002 in hohem Alter in Beverly Hills. Wie Alfred Hitchcock zählt er zu den großen Hollywood-Regisseuren.
   
  Literatur: Karasek, Hellmuth: Billy Wilder. Eine Nahaufnahme. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, Hamburg 2006; Seidl, Claudius: Billy Wilder. Seine Filme, sein Leben. München 1988.

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