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Marlene Dietrich

1901 Marlene Dietrich wird unter dem Namen Marie Magdalene Dietrich am 27. Dezember 1901 geboren. Sie ist die zweite Tochter des Königlichen Polizeileutnants Louis Dietrich und dessen Ehefrau Wilhelmine. Das Elternhaus ist wohlhabend. Geburtsort ist Schöneberg, das später nach Berlin eingemeindet wird. Die Schauspielerin selbst macht sich mit Beginn ihrer Karriere etwas jünger. Als Geburtsjahr gibt sie 1904 an. Unklar bleibt das Verhältnis zu ihrer Schwester Elisabeth, die 1945 in der Nähe des Konzentrationslagers Bergen-Belsen in einer Wehrmachtskantine arbeitete.
1908 Tod des Vaters. Möglicherweise starb er an Syphilis. Marlenes Mutter heiratet kurz darauf Leutnant Edouard von Losch.
1914 Beginn des Ersten Weltkriegs. 1917 stirbt Marlenes Stiefvater an einer Kriegsverletzung.
1918-22 Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs besucht Marlene Dietrich ein Internat in Weimar. Sie erlernt das Geigenspiel. Später wechselt sie an die Berliner Hochschule für Musik. Nach einer Sehnenentzündung bricht sie ihren Geigenunterricht ab. 
1922 Am Deutschen Theater in Berlin inszeniert Max Reinhardt die Shakespeare-Komödie Stück "Der Widerspenstigen Zähmung". Marlene Dietrich erhält in Berlin ihre erste Rolle als Schauspielerin.
1923 Am 17. Mai 1923 heiratet Marlene Dietrich den Regieassistenten Rudolf Sieber. Im nächsten Jahr wird die Tochter Maria geboren, die als Schauspielerin Maria Riva vor allem in den USA Berühmtheit erlangt.

Der Blaue Engel

1930 Ihren Durchbruch feierte Marlene Dietrich mit einer Romanverfilmung.  Nach der Vorlage von Heinrich Manns "Der Untertan" spielte sie die Unterhaltungsdame Lola Lola im Film “Der Blaue Engel”, der 1930 in die Kinos kommt. Die Regie führt Josef von Sternberg, der danach in die USA geht. Marlene Dietrich folgt ihm, um in Amerika als deutscher Hollywoodstar berühmt zu werden. Bei den "Paramount Pictures" unterzeichnet sie einen Vertrag. In ihrer ersten US-Produktion "Marocco" trägt sie einen Hosenanzug. Das Kleidungsstück wird zu ihrem Markenzeichen.
1933 Adolf Hitler ergreift die Macht in Deutschland. Nach dem Reichtagsbrand vom 27. auf den 28. Februar verschärfen Göring, Himmler und Heydrich die Verfolgung von Juden und politischen Gegnern. Billy Wilder und andere Künstler und Intellektuelle Deutschland. 
An 1935 Billy Wilder arbeitet zunächst als Drehbuchautor, später als Regisseur in den Paramount-Studios in Hollywood. Mit ihm, Ernst Lubitsch, Alfred Hitchcock und Orson Welles steht Marlene Dietrich für eine Reihe von Kassenschlagern vor der Kamera.
1936 Die NS-Propaganda versucht, Marlene Dietrich zu gewinnen. Sie weist Goebbels ab.
1937 Letzter Besuch in Deutschland bis 1945. Filmangebote der Nazis lehnt Marlene Dietrich ab.
1939 Merlene Dietrich wird amerikanische Staatsbürgerin.
1940/41 Max Ernst arbeitet am Gemälde "Marlene". Es trägt Marlene Dietrichs Gesichtszüge.
Ab 1941 Im Haus der Familie des Komponisten Friedrich Hollaender treffen eine Reihe von Emigranten aufeinander. Neben Marlene Dietrich und Billy Wilder verkehrt dort auch der Musiker Georg Kreisler.
1943 Marlene Dietrich tritt vor den US-Truppen in Europa und Nordafrika auf. Dabei besucht sie auch Lazarette.
1957 Mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle dreht Billy Wilder das humorvolle Justizdrama "Zeugin der Anklage". Die Vorlage lieferte ein Theaterstück von Agatha Christie.
1960 Auf einer Tournee durch Europa besucht Marlene Dietrich auch Deutschland. Doch die NS-Diktatur ist in Deutschland noch nicht aufgearbeitet. Politisch hatte sich Marlene Dietrich viel früher und eindeutiger als zum Beispiel Zarah Leander gegen Nazi-Deutschland engagiert. Der Empfang ist zwiespältig. Teilweise wird sie als "Vaterlandsverräterin" angefeindet.
1961 Für den Film "Judgement at Nuremberg" (Das Urteil von Nürnberg) spielt Marlene Dietrich die Witwe eines NS-Generals, der in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zum Tode verurteilt worden war. Die Regie führt Stamley Kramer.
1976 Marlene Dietrich lebt in Paris. Aus der Öffentlichkeit zieht sie sich immer weiter zurück. 
1978 In "Schöner Gigolo, armer Gigolo" spielt Marlene Dietrich ihre letzte Filmrolle.
1983 Maximilian Schell verewigt ihr Leben im Dokumentarfilm "Marlene".
1987 Marlene Dietrich veröffentlicht ihre Autobiografie "Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin".
1992 Marlene Dietrich stirbt am 6. Mai 1992 in Paris. Ihre Beisetzung findet auf dem Friedhof von Berlin-Friedenau statt. Heute wird "die Dietrich" als Filmdiva verehrt.
Berühmt wurde sie auch als Sängerin. Ihre größten musikalischen Erfolge: "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt", "Lili Marleen" (bekannt in der Fassung von Lale Andersen), "Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin" und "Sag mir, wo die Blumen sind".
   
  Literatur: Karasek, Hellmuth: Billy Wilder. Eine Nahaufnahme. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, Hamburg 2006; Maria Riva, Werner Sudendorf; Jean-Jacques Naudet, Peter Riva (Hrsg.): Marlene Dietrich. Zum 100. Geburtstag. Übersetzt von Corina von Trotha und Robert Fische. Berlin 2001.

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