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William Shakespeare

Steckbrief: William Shakespeare lebte von 1564 bis 1616. Stichworte zum Lebenslauf von William Shakespeare: "Sein oder Nichtsein", "Romeo und Julia", "Ein Sommernachtstraum". Kurze Zusammenfassung der Biographie: William Shakespeare ist der größte Dramatiker der Neuzeit.
1564
William Shakespeare wird am 26. April 1564 in das Taufregister eingetragen. Der Geburtstag ist nicht bekannt. Geburtsort ist Stratford-on-Avon in der mittelenglischen Grafschaft Warwickshire. Der Vater John Shakespeare ist Geschäftsmann, die Mutter Mary Arden of Wilmcote Erbin eines kleineren Stück Landes.

In Stratford-on-Avon besucht Shakespeare die angesehene Lateinschule, wo Sprache und Kultur der römischen Antike auf dem Lehrplan stehen. Eine weiterführende Bildung an einer Universität erwirbt William Shakespeare aber nicht. 
1582
Mit nur 18 Jahren an Lebenserfahrung heiratet William Shakespeare die acht Jahre ältere Anne Hathaway. Das Paar hat drei Kinder, Susanna und die Zwillinge Hamnet und Judith. Hamnet Shakespeare stirbt im Alter von 11 Jahren, die Todesursache bleibt unbekannt.
um 1586
Nachdem Shakespeare einige Zeit als Lehrer gearbeitet hatte, geht er nach London. Dort schließt er sich den zahlreichen Schauspielergruppen an. Über seine ersten Jahre in London ist wenig bekannt.
1588 Nachdem die englische Königin Elisabeth immer wieder Kaperfahrten gegen die spanischen Kolonien unterstützt hat, kommt es zum offenen Krieg. Spanien sendet die legendäre Armada, die jedoch am 5. August 1588 vor der englischen Küste vernichtend geschlagen wird. Der Triumph führt zur englischen Vormachtstellung auf See, und zu einer Welle der nationalen Begeisterung.
1593 Mit seiner Tragödie "Richard III." bringt er die Zeit der Rosenkriege zwischen den Adelshäusern von York und Lancaster auf die Theaterbühne. Das Werk wird allerdings erst lange nach seiner Entstehung uraufgeführt. Die Charakterisierung von Richard III. wird für Friedrich Schiller zum Vorbild zu Franz Moor im Stück „Die Räuber“.
1594
Shakespeare ist Schauspieler und Dramatiker der Gruppe "Lord Chamberlain´s Men" an. Star der "Lord Chamberlain´s Men" ist der Schauspieler Richard Burbage.

Romeo und Julia

ab 1595 Shakespeare erreicht den Höhepunkt seines Schaffens. In den nächsten Jahren entsteht die Liebestragödie "Romeo und Julia". Sie spielt in der Stadt Verona, wo zwei Liebende nicht zueinander finden können, weil sie verfeindeten Familien angehören. Das Drama endet mit dem Selbstmord von Romeo und Julia. Zu allen Zeiten wird das Thema wieder aufgegriffen. Im 19. Jahrhundert inszeniert Tschaikowski eine gleichnamige Oper. Im 20. Jahrhundert dient die Geschichte als Vorlage zu Leonard Bernsteins Musical "West Side Story".
1599 Unter der Leitung von Shakespeare und Burbage wird 1599 in London das legendäre Globe-Theatre eröffnet. Shakespeare ist an diesem Theater, einem Rundbau am Südufer der Themse, auch finanziell beteiligt. Im selben Jahr ensteht die Tragödie "Julius Cäsar". Historisch stützt sich Shakespeare dabei auf den Geschichtsschreiber Plutarch. Unter der Leitung von Goethe wird Shakespeares "Julius Cäsar" 1803 in Weimar aufgeführt.
um 1600 Shakespeare feiert Erfolge mit seinen Kommödien "Viel Lärm um Nichts", "Was ihr wollt" und "Ein Sommernachtstraum". Der Sommernachtstraum, bei dem Shakespeare auch auf Material des römischen Dichters Ovid zurückgreift, spielt in Athen zur Zeit der Antike.
1602 Die Tragödie "Hamlet", deren berühmte Worte „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ (To be, or not to be, that is the question) zur Redewendung geworden ist, wird in einer Kurzversion aufgeführt. 1603 wird der Hamlet, mit vollem Titel  "Hamlet, Prinz von Dänemark" als Raubdruck veröffentlicht. Zahlreiche Aufführungen folgen.
1603
Mit Erlaubnis von König James I. nennen sich die "Lord Chamberlain´s Men" nun "King´s Men".
ab 1611
Shakespeare kauft ein großes Haus am Rande von Stratfords, wo er ab 1612 lebt. In dieser Zeit entsteht das Historiendrama Heinrich VIII.
1616
William Shakespeare stirbt am 23. April 1616. Zusammen mit Christopher Marlowe gehört er zu den großen englischen Dramatikern, die im Zuge der Renaissance humanistische Ideale mit volkstümlichen Elementen verküpften. Er hinterlässt 35 eigene Theaterstücke, an weiteren hat er mitgearbeitet. Begraben wird er im Chor der Holy Trinity Church. Seine Grabinschrift lautet: "Good frend, for Jesus' sake forbeare / To digg the dust encloased heare / Blest be the man that spares thes stones, /And curst be he that moves my bones." Deutsche Übersetzung: "Guter Freund, um Jesu Willen verzichte darauf, den Staub, der hier eingeschlossen ist, auszugraben. Gepriesen sei der Mann, der diese Steine schont, und verflucht sei der, der meine Knochen bewegt."
Der Grabfluch von Shakespeare ist bis heute die Ursache für Probleme bei der Restaurierung seiner viel besuchten Grabstätte. Verfilmt wurden Shakespeares Stücke u.a. von Orson Welles.
  Literatur:
Ackroyd, Peter: Shakespeare. Die Biographie. (Aus dem Englischen von Michael Müller und Otto Lucian). München 2006; Hammerschmidt-Hummel, Hildegard: William Shakespeare – Seine Zeit – Sein Leben – Sein Werk. Mainz 2003; Klein, Jürgen: Elisabeth I. und ihre Zeit. München 2004.

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