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Joan Miró

1893 Joan Miró wird am 20.4.1893 in Montroig bei Barcelona geboren. Der Vater Miquel arbeitet als Uhrmacher und Goldschmied. Seine Ehefrau Dolors Ferrà di Oromí ist die Tochter eines Kunstschreiners aus Palma de Mallorca.
Miró hat eine glückliche Kindheit. In den Ferien verbringt er seine Zeit im 50 km südwestlich von Barcelona gelegenen Städtchen Tarragona, in seiner Geburtsstadt Montroig und auf Mallorca. Frühzeitig erhält er Zeichenunterricht.
1907-1910 Joan Miró besucht die Handelsschule in Barcelona. Der Vater drängt auf eine kaufmännische Ausbildung. Zusätzlich nimmt Joan Miró 1910 Kunstunterricht an der Kunstakademie La Lonja.
1910-1911 Von 1910 bis 1911 arbeitet Miró zunächst als Buchhalter in der Drogerie Dalmau Oliveras S.A. Nach einem Nervenzusammenbruch und einer Typhuserkrankung gibt er den Beruf auf.
1912 Besuch der Kunstschule "Escola d’Art de Francisco Galí" in Barcelona. Die Bilder Mirós sind vom Fauvismus inspiriert. Der Begriff leitet sich vom französischen Wort "fauves" (wilde Tiere) ab. Fauvistische Maler verwandelten den Impressionismus durch die Verwendung sehr kräftiger Farben und immer abstrakterer Formen. Beide Begriffe, "Impressionismus“ und „Fauvismus“, waren ursprünglich abwertende Bezeichnungen. 
1915 Miró bezieht ein eigenes Atelier. In Barcelona wird er an der Zeichenakademie "Cercle artistic de Sant Lluc" aufgenommen.
1916 Mit dem Kunständler Josep Dalmau findet Miró einen Förderer. Er setzt sich mit unterschiedlichen Strömungen auseinander, dem Fauvismus, dem Kubismus und dem 1916 in Zürich gegründeten Dadaismus. 
1918 Erste Einzelausstellung in der in der Galerie Dalmau.
1919 Miró unternimmt eine Reise nach Paris. Dort inspirieren ihn u.a. Pablo Picasso, Wassily Kandinsky und Paul Klee. Miró beginnt, seinen abstrahierenden, träumerischen Stil zu entwicklen.  

Die surrealistische Periode

1921-1922 Neun Monate arbeitet Miró in Mont-roig del Camp und in Paris an seinem Gemälde "Der Bauernhof". Das Bild zeigt den Bauernhof seiner Eltern in Mont-roig del Camp, und steht für Mirós Übergang von der realistischen zur surrealistischen Periode. Es vermengt Elemente der katalanischen Volkskunst mit dem Kubismus und der abstrakten Malerei. Der Dichter Ernest Hemmingway kauft das großformatige Ölgemälde 1925 mit geliehenem Geld.
1923 In Paris knüpft Joan Miró u.a. Kontakt zu André Breton, Jean Arp, Max Ernst, Paul Klee, Man Ray und Pablo Picasso. Mit ihnen stellt er 1925 gemeinsam in der Pariser Galerie Pierre aus. Die vom französischer Kunsthändler Pierre Loeb gegründete Galerie entwickelt sich zu einem Zentrum der Surrealisten.
1929 Miró heiratet in Palma de Mallorca die Mallorquinerin Pilar Juncosa.
1930
Erste "Papiers Collés" entstehen, Collagen und Reliefs. Miró experimentiert mit Lithografien, Radierungen und Holzschnitten. Surreale Objekte und Keramiken stellt er 1930 in der Brüsseler Galerie Goemans aus.
1937 Im Jahr des Spanischen Bürgerkriegs erhält Miró einen Auftrag von der republikanischen Regierung. Für den den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltaustellung 1937 fertigt er das monumentale Bild "Le faucheur" (Der Schnitter) an. Das Bild ist auch unter dem Titel "Der katalanische Bauer in der Revolution" bekannt. Miró malt einen geschwächten, aber wütenden Bauern, der drohend eine Sichel schwingt. Das politische Bild, das in seiner Intention an Picassos "Guernica" erinnert, ist verschollen.
Ab 1940 Joan Miró lebt in Palma de Mallora, Montroig und Barcelona.
1954 In Venedig erhält Miró erhält den Großen Internationalen Grafik-Preis der Biennale.
1956 Umzug nach Palma de Mallorca. Der Architekt Josep Lluis Sert, der auch den spanischen Pavillon für die Weltausstellung errichtet hatte, baut Mirós Atelierhaus "Son Abriñes".
1958 Miró fertigt eine Wandkeramik für das Gebäude der UNESCO in Paris an.
1967 Fertigstellung von "Frau in der Nacht".
1970
Für den Flughafen von Barcelona fertigt Miró eine Wandinstallation an.
1983 Am 25. Dezember 1983 stirbt Joan Miró in Palma de Mallorca.
   
  Literatur:
Scheidegger, Ernst (Hrsg.): Joan Miró. Gesammelte Schriften, Fotos, Zeichnungen, Zürich 1957; Erben, Walter: Joan Miró, 1893–1983. Mensch und Werk. Köln 2004; Platschek, Hans: Joan Miró. Rowohlt, Reinbek 1993.
 
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