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Mutter Teresa

1910 Unter dem Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu wird Mutter Teresa in Üsküp, dem heutigen Skopje in Mazedonien geboren. Der Geburtsort gehört zum Osmanischen Reich, einem Vielvölkerstaat. Mutter Teresa gehört zur Volksgruppe der Albaner. Die Ordensgründerin und Missionarin wächst in einem reichen katholischen Elternhaus auf. Der Vater ist Kaufmann. Schulbildung erhält Mutter Teresa an der katholischen Mädchenschule von Shkodra
1918 Nach dem plötzlichen Tod des Vaters wendet sie sich verstärkt dem Glauben zu.
ab 1928  Schon seit Jahren möchte sie Ordensfrau werden. Mit 18 verlässt sie das Elternhaus. Sie wird als Novizin bei den Loreto-Schwestern aufgenommen, die dem, Orden der Englischen Fräulein unterstehen.
1929 Mutter Teresa geht nach Indien. Sie wird von ihrem Orden in Darjeeling eingesetzt. Die Stadt dient als Erholungsort für britische Kolonialbeamte.
1931 Inn diesem Jahr bimmt sie ihren Ordensnamen Teresa an. Vorbild ist Thérèse de Lisieux, die Schutzheilige der Missionare.
1937 Mutter Teresa erhält ihre Ordensmitglied auf Lebenszeit, wird erst Lehrerin, später Direktorin an der St. Mary’s High School in Kalkutta.
1946  Politische Unruhen zwischen Hindus und Moslems erschüttern Indien. Die Simla-Konferenz unter Lord Wavells verläuft ergebnislos. Eine Zweiteilung Indiens erscheint unausweichlich. Das politische Chaos trifft die armen Bevölkerungsschichten. Unter den Armen bricht eine Hungersnot aus. In Bengalen und Bihar finden bewaffnete Auseinandersetzungen statt. Am 10. September 1946 hat Mutter Teresa eine religiöse Vision. Auf der Fahrt von Kalkutta nach Darjeeling entschließt sie sich dazu, den Orden zu verlassen. Wie einst Mahatma Ghandi ändert sie ihre Kleidung. Statt der Ordenstracht trägt sie nun einen einfachen indischen Sari. Für ihre Arbeit in den Slums von Kalkutta gelingt es Mutter Teresa, Spenden zu sammeln und Mitarbeiter zu gewinnen. 
1947  Kurz nach der Unabhängigkeit Indiens vom britischen Weltreich nimmt Mutter Teresa die indische Staatsbürgerschaft an. 
1949  In den Slums von Kalkutta gründet Mutter Teresa die erste Schule.
1950 Mit Erlaubnis des Vatikans gründet Mutter Teresa ihren eigenen Orden, die "Missionarinnen der Nächstenliebe". Der Orden wird später vom Papst offiziell anerkannt. Schwerpunkte des Ordens ist die Hilfe für Arme, Obdachlose und Leprakranke. Die Ordensregle besagt, dass die Schwestren nicht für Geld und nicht für die Reichen arbeiten dürfen.
1952 Mutter Teresa eröffnet sie in einem ehemaligen Hindutempel ein Haus für Kranke und Sterbende.

Friedensnobelpreis für Mutter Teresa

1979 Mutter Teresa wird mit dem Friedensnobelpreis geehrt. In ihrer Rede zur Nobelpreisverleihung wendet sie sich gegen die Abtreibung und die Ausgrenzung der Leprakranken. Sie gründet weitere soziale Einrichtungen wie Armenschulen und Leprazentren.

Ihre durch den Nobelpreis gewonnene Popularität nützt Mutter Teresa, um Einfluss zu gewinnen und Spenden zu sammeln. Eine Freundschaft pflegt sie auch zu Lady Diana, der Ehefrau des englischen Thronfolgers Prinz Charles.
1997 Mutter Teresa stirbt am 5. September 1997. Am 13. September 1997 wird sie in Kalkutta unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in dem von ihr gegründeten Kloster beigesetzt. Sie starb nur kurz nach der britischen Thronfolgerin Prinzessin Diana. Beide Todesfälle erregen ein großes Interesse der Weltöffentlichkeit.
1999-2003 In einem besonderen Verfahren ordnet Papst Johannes Paul II. 1999 ein Seligsprechungsverfahren ein. Am 19. Oktober 2003 wird Diana selig gesprochen.   Ihr Gedenktag ist der 5. September
  Mutter Teresas Orden gehören heute über 3.000 Ordensschwestern und mehr als 500 Ordensbrüder an.
Nach ihrem Tod wird verstärkt Krirtik an der Verehrung von Mutter Teresa laut. Sie hatte sich nicht nur gegen die Abtreibung, sondern auch gegen die Verhütung ausgesprochen. In Indien wird sie von verschiedenen Seiten angegriffen. Einerseits wegen ihrer Verleugnung des Problems der Überbevölkerung, andererseits aufgrund ihrer Ablehnung des indischen Kastenwesens.
  Literatur:
 Accattoli, Luigi  / Fischer, Heinz Joachim / Hertzberg, Arthur: Johannes Paul II – Ein Papst für die Menschen. Knesebeck, München 2004. Göttler, Norbert: Mutter Teresa. Reinbek bei Hamburg 2010; Sammer, Marianne: Mutter Teresa. Leben, Werk, Spiritualität. München 2006;
   
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