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Rainer Maria Rilke

1875
Rainer Maria Rilke wird unter dem Namen René Maria Rilke in Prag geboren. Er ist der Sohn des Eisenbahninspektors Josef Rilke und seiner Frau Phia. 
1886 Von seinen Eltern wird er in eine Militärschule geschickt. Der sensible Literat, der schon früh mit dem Schreiben beginnt, leidet unter der strengen Erziehung.
1891 Entlassung aus der Militärschule.
1894 Veröffentlichung von Rilkes erstem Gedichtband "Leben und Lieder".
1895 In Prag legt Rilke das Abitur ab, anschließend studiert er dort Kunst- und Literaturgeschichte.
1896 Rilke zieht nach München. Er wechselt zum Studium der Philosophie. Rilke schließt Bekanntschaft mit Lou Andreas-Salomé. Die Schriftstellerin gehörte zum engen Kreis um den Philosophen Friedrich Nietzsche. Nietzsche hatte ihr einen Heiratsantrag gestellt.
1897 Rilke folgt Andreas-Salomé nach Berlin. 1899 immatrikuliert er sich für Kunstgeschichte.
1899-1900 Rilke unternimmt mit Lou Andreas-Salomé zwei Reisen nach Russland.
1900-1902 Aufenthalt in der Künstlergemeinschaft Worpswede. Rilke trennt sich von Lou Andreas-Salomé. 1901 heiratet er die Bildhauerin Clara Westhoff. Das Paar hat eine Tochter. In Worpswede lernt Rilke auch die Malerin Paula Modersohn-Becker kennen.

Der Panther

1902-1906  Rilke ist finanziell am Ende. Seinen Hausstand muss er aufgeben. Er nimmt kleine Auftragsarbeiten an, unter anderem erstellt er Monographien. Zeitweise arbeitet er als Sekretär für den Bildhauer Auguste Rodin in Paris. In seiner Krisenzeit entwickelt Rilke seinen eigenen Stil. Sein berühmtes Gedicht "Der Panther" wird 1903 veröffentlicht. Es beschreibt die Existenz in der Gefangenschaft.
1907 Tod von Paula Modersohn-Becker. Im Folgejahr veröffentlicht Rilke das "Requiem für eine Freundin".
1910 Veröffentlichung des Tagebuchromans "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge". Rilke charakterisiert das Endzeitbewusstsein in der Epoche des "Fin de Siècle", dem ausgehenden 19. Jahrhundert.
1912 Rilke nimmt mit Andreas-Salomé an einem Psychologiekongress in München teil. Dort trifft er mit Sigmund Freud zusammen.
1914 Erster Weltkrieg. Rilke teilt die allgemeine Begeisterung über den Kriegsausbruch. Er wird 1915 Soldat in Böhmen, und verfasst fünf "Kriegsgesänge". Doch mit der Dauer des Krieges folgt die Ernüchterung. 1916 wird er ins Kriegsarchiv nach Wien versetzt.
1918 Umzug nach München. Rilke begegnet Hans Eisler, der die Gedichte von Bertolt Brecht vertont.
1919
Rilke zieht in die Schweiz, wo er den Wohnort öfters wechselt. Er lernt den expressionistischen Maler Alexej von Jawlensky kennen. Jawlensky gründet später mit Paul Klee, Wassily Kandinsky und Lyonel Feininger die Gruppe "Die Blaue Vier".
1923 Veröffentlichung seiner Spätwerke "Duineser Elegien" und "Sonette an Orpheus", die er auf Schloss Duino bei Trient verfasst hatte.
1924  Erkrankung an Leukämie, es folgen Sanatoriumsaufenthalte in Bad Ragaz und Valmont bei Montreux am Genfer See.
1926 Rainer Maria Rilke stirbt am 29. Dezember 1926 in Valmont. Nach seinem Tod erscheinen die "Dichtungen des Michelangelo".
 
  Literatur:
Demetz, Peter: René Rilkes Prager Jahre. Düsseldorf 1953; Rilke, Rainer Maria: Auguste Rodin. Wiesbaden 1949; Prater, Donald A.: Ein klingendes Glas. Das Leben Rainer Maria Rilkes. München/Wien 1986.
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