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Bruno Bettelheim

1903 Am 28. August erblickt Bruno Bettelheim in Wien das Licht der Welt. Er stammt aus dem jüdischen Großbürgertum. Ursprünglich will er Architekt werden, entscheidet sich dann aber für die Psychologie, speziell für die von Sigmund Freud begründete Psychoanalyse.
1938 Nach seinem Studium der Psychologie und Philosophie promoviert Bruno Bettelheim über "Das Naturschöne in der Philosophie Kants".
1939 Nach einem Jahr Haft in den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald emigriert Bettelheim in die USA..
1943 Bruno Bettelheim veröffentlicht eine psychologische Studie über die Extremerfahrung im Konzentrationslager. In Deutsch erscheint die Schrift unter dem Titel "Aufstand gegen die Masse".
1944 In der von ihm gegründeten Shankman Orthogenetic School widmet er sich den Problemen autistischer und anders seelisch gestörter Kinder. Bis 1973 lehrt Bruno Bettelheim als Professor in Chicago
1952 Bruno Bettelheim wird ordentlicher Professor.
1973 Bettelheim setzt sich mit pädagogischen Theaorien auseinander, u. a. mit der antiautoritären Erziehung nach A.S.Neill. Es erscheint seine pädagogischen Schriften "So können sie nicht leben", zwei Jahre später "Der Weg aus dem Labyrinth". Bettelheim wird emeritiert.
1977 Mit "Kinder brauchen Märchen" veröffentlicht Bettelheim nicht nur ein Buch der pädagogischen Psychologie, es regt auch eine Debatte über die ethische Erziehung. Dabei vergleicht er die holzschnittartigen, archaischen Märchen der Sammlung der Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm mit den feinsinnigen Kunstmärchen von Hans Christian Andersen. Jene hält er in ihrer Schlichtheit für eher kindgerecht. Bettelheim nimmt in seinem Buch stets die Perspektive des Kindes ein. Bettelheims Buch wird zum Klassiker der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
1979 "Liebe allein genügt nicht" erscheint. 
1982  Mit "Kinder brauchen Bücher" versucht Bruno Bettelheim noch einmal an den großen Erfolg von "Kinder brauchen Märchen" anzuknüpfen. 
1990 Bettelheim beschreibt die Anfänger der Psychoanalyse in der Zeit von Sigmund Freud. "Freuds Wien" wird sein letztes Buch. Am 13. März setzt Bruno Bettelheim in Silver Spring im US-Bundesstaat Maryland seinem Leben ein Ende. Zuvor hatte er einen Schlaganfall erlitten. Er stirbt im Alter von 86 Jahren, sechs Jahre nach dem Tod seiner zweiten Frau und am 52. Jahrestag der Besetzung Österreichs durch die Nationalsozialisten.
   
  Literatur:
Sutton, Nina: Bruno Bettelheim, Hamburg, 1996;
Kaufhold, Roland (Hg.): Annäherung an Bruno Bettelheim. Mainz 1994.

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