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Käthe Kollwitz

1867
Käthe Kollwitz wird am 8. Juli 1867 als Käthe Schmidt in Königsberg geboren. Sie ist die Tochter des Predigers und Maurermeisters Carl Schmidt und dessen Frau Katharina.
1881 Erster Zeichenunterricht in Königsberg.
1885 - 1889 Mit einen Kunststudium beginnt Käthe Kollwitz beginnt ihre Laufbahn als Grafikerin und Bildhauerin. Sie wird Schülerin beim Maler, Radierer und Bildhauer Karl Stauffer-Bern in Berlin und beim Maler Ludwig Herterich in München.
1891 Hochzeit mit dem Mediziner Karl Kollwitz. Das Paar bezieht eine Wohnung in Berlin. Aus der Ehe gehen zwei Söhne hervor.
1895 - 1898 Inspiriert von Gerhart Hauptmanns Drama "Die Weber" schafft Käthe Kollwitz den Zyklus "Ein Weberaufstand". Der Impressionist Max Liebermann schlägt sie für eine Auszeichnung vor, doch Kaiser Wilhelm II. lehnt ab. 1898 wird Käthe Kollwitz in die Künstlervereinigung "Berliner Secession" aufgenommen. 
1898 - 1903 Tätigkeit als Kunstlehrerin an einer Damenakademie in Berlin.
1901 - 1908 Kollwitz fertigt den Zyklus "Bauernkrieg" als Radierungen an, für den sie den Villa-Romana-Preis erhält. Der Preis ist nach der Florentiner Künstlerkolonie "Villa Romana" benannt. Ein Stipendium erhalten auch die Künstler Georg Kolbe, Max Beckmann, Ernst Barlach und Max Pechstein. Start berührt ist Käthe Kollwitz auch von Edvard Munch.
1904 Käthe Kollwitz lebt ein Jahr in Paris. Dort hat sie Kontakt mit dem Bildhauer Auguste Rodin.
1905
Dichter, Maler und Bildhauer formieren sich zur neuen Bewegung des Expressionismus. In Dresden gründet Ernst Ludwig Kirchner gemeinsam mit Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die expressionistische Malervereinigung "Die Brücke". Sie wenden sich gegen die starre Kunstauffassung des Kaiserreiches
1906 Im Januar entwirft Käthe Kollwitz ein Plakat im expressionistischen Stil für die Deutsche Heimarbeit-Ausstellung. Es wird auf Wunsch der Kaiserin Auguste Viktoria wieder von den Litfaßsäulen entfernt.   
In einem Holzschnitt formuliert Kirchner die Zielsetzung der Expressionisten: "Mit dem Glauben an Entwicklung an eine neue Generation der Schaffenden rufen wir alle Jugend zusammen und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften. Der gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.“
1910 Käthe Kollwitz beginnt, sich mit Plastiken zu beschäftigen.
1914 Ihr Sohn Peter stirbt im Ersten Weltkrieg. Käthe Kollwitz wird zur Pazifistin.
1919 Käthe Kollwitz wird als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Sie unterrichtet als Professorin. Nach der Auseinandersetzung mit dem Werk Ernst Barlachs entsteht ihr erster Holzschnitt "Gedenkblatt für Karl Liebknecht", später die Holzschnittserie "Krieg und Proletariat".

Nie wieder Krieg

1921 - 1924 Kollwitz arbeitet für die linke Organisation "Internationale Arbeiter-Hilfe" (IAH). Es entstehen politische Plakate wie "Nie wieder Krieg".
1932 Aufstellung des Mahnmals "Die Eltern". Sie widmet die Plastik ihrem im Ersten Weltkrieg gestorbenen Sohn Peter. Aufstellungsort ist der Soldatenfriedhof in Roggevelde in der Nähe der belgischen Ortschaft Dixmuiden.
1933 Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird Käthe Kollwitz zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste gezwungen.
1936 Käthe Kollwitz erhält ein Ausstellungsverbot.
1940 Zod ihres Ehemannes Karl Kollwitz.
1943 Umzug nach Nordhausen. In ihrer Berliner Wohnung lässt sie eine Reihe von Druckplatten und Drucken zurück. Sie werden beim Bombenangriff vom 25. November 1943 zerstört.
1944 Umzug nach Moritzburg bei Dresden.
1945 Käthe Kollwitz stirbt am 22. Apil 1945 in Moritzburg. Ihre Urne wird im September 1945 nach Berlin gebracht. Aus dem Nachlass werden 1948 "Tagebuchblätter und Briefe" veröffentlicht. 
  Literatur:
Von Koerber, Lenka: Erlebtes mit Käthe Kollwitz. Berlin 1957; Presler, Gerd: Die Brücke. Reinbek bei Hamburg 2007. Schmalenbach, Fritz:  Käthe Kollwitz. Königstein i. Ts. 2014.
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