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Franklin D. Roosevelt

Steckbrief: Franklin Delano Roosevelt lebte von 1882 bis 1945. Stichworte zum Lebenslauf von Roosevelt: US-Präsident, "New Deal", Kriegseintritt der USA. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Wirtschaftlich gestärkt durch den "New Deal" führte Roosevelt die USA in den Krieg gegen Hitler.
1882 Franklin Delano Roosevelt wird am 30. Januar 1882 in Hyde Park im US-Bundesstaat New York geboren. Er ist der Sohn des Eisenbahnunternehmers James Roosevelt und dessen Frau Sara, geborene Delano. Die Eltern sind vermögend.
1896 Eintritt in die Groton-School im US-Bundesstaat Massachusetts. Zuvor hatte Roosevelt Privatunterricht erhalten.
1900-1907 Roosevelt studiert zunächst an der Harvard-Universität in Cambride bei Boston. Dann wechselt er die New Yorker Columbia-Universität. Sein Jurastudium beendet er ohne Abschluss.
1905 Heirat mit seiner Cousine Eleanor Roosevelt. Eleanor ist die Nichte von Theodore Roosevelt, der 1901 zum Präsidenten der USA gewählt wurde.
1910 Roosevelt kandidiert für die Demokraten. Er wird als Abgeordneter im Senat des US-Bundesstaates New York.
1912 Woodrow Wilson wird neuer US-Präsident. Roosevelt erhält das Amt des Unterstaatssekretärs im Marineministerium.
1914
Beginn der Ersten Weltkriegs. Roosevelt tritt für einen Ausbau der Kriegsflotte ein, um den Seemachtsansprüchen von Kaiser Wilhelm II. entgegenzutreten.
1919 Ende des Ersten Weltkriegs. 
1921-1928 Roosevelt erkrankt an Kinderlähmung. Er überlegt, sich ganz aus der Politik zurückzuziehen. Doch seine Frau ermutigt ihn, wieder ins öffentliche Leben zurückzukehren. Roosevelt unterzieht sich zahlreichen Kuraufenthalten.
1928 Roosevelt wird zum Gouvaneur des US-Bundesstaates New York gewählt.
1929 Dem Börsenkrach vom 24.Oktober 1929 (Schwarzer Donnerstag) folgt eine Weltwirtschaftskrise.
1932 Am 8. November 1932 gewinnt Roosevelt die Präsidentschaftswahlen gegen dem amtierenden Präsidenten Hoover. Das Volk leidet noch immer an der Wirtschaftskrise. Die Zeit nach dem Börsencrash geht als "Great Depression" in die Geschichte ein.

Roosevelts New Deal

1933-1935 Roosevelt leitet die Wirtschaftspolitik des "New Deal" ein. Ziel ist die Neuverteilung von Besitz und Vermögen: "Was auch immer wir tun, um unserer maroden Wirtschaftsordnung Leben einzuhauchen, wir können dies nicht längerfristig erreichen, solange wir nicht eine sinnvollere, weniger ungleiche Verteilung des Nationaleinkommens erreichen… die Entlohnung für die Arbeit eines Tages muss – im Durchschnitt – höher sein als jetzt, und der Gewinn aus Vermögen, insbesondere spekulativ angelegtem Vermögen, muss niedriger sein.“ Roosevelt beschränkt den Handel mit hochspekulativen Papieren und erhöht den Spitzensteuersatz auf bis zu 79%. Diese 79% werden zwar einzig von John D. Rockefeller bezahlt, doch Roosevelt gelingt es trotzdem, die soziale Gerechtigkeit in den USA zu erhöhen.  
1936 Wiederwahl Roosevelts als US-Präsident.
1938 Auf der Münchner Konferenz versucht der britische Permierminister Arthur Neville Chamberlain, Hitler durch Beschwichtigung (Appeasement) zu bremsen. 
1939 Stalin und Hitler unterzeichen einen Nichtangriffspakt, um ihre Machtansprüche in Osteuropa abzugrenzen. Nach dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes soll Polen geteilt werden. Am 1. September beginnt der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. Am 17. September marschiert die Rote Armee in Polen ein. Einstein hatte vor der Entwicklung einer deutschen Atombombe gewarnt. Trotzdem erklärt Roosevelt die Kriegsneutralität der USA. 
1940 Roosevelt kandidiert für einen dritte Amtszeit, und wird wiedergewählt. Seine Einstellung zu Hitler hat sich geändert. Um ihn zu stoppen, plädiert er nun für einen Kriegseintritt der USA. Doch die Mehrheit der US-Bevölkerung möchte am Neutralitätskurs festhalten. Die britische Aufrüstung unterstützt Roosevelt durch Kredite.
1941 Am 7. Dezember greift Japan greift den US-Militärstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an. Fast die gesamte Pazifikflotte des USA wird vernichtet. Als Folge des Angriffs auf Pearl Harbour treten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein.
1942 Der Kernphysiker Oppenheimer übernimmt die technische Leitung für das "Manhattan-Projekt", die Entwicklung der amerikanischen Atombombe.
1943 Im Januar beschließen Roosevelt und der britische Premierminister Churchill auf der Konferenz von Casablanca das Kriegsziel der bedingungslosen Kapitulation ("unconditional surrender") Deutschlands.
Auf der Konferenz von Teheran treffen die "Großen Drei" zusammen: Churchill, Stalin und Roosevelt. Trotz ideologischer Differenzen mit Stalin hält das Bündnis gegen Hitler. Im Osten beschließen sie die Unterstützung der jusgoslawischen Partisanen unter Tito. In Frankreich wird die Landung von Briten und Amerikanern vorbereitet. 
1944 Am 2. Juni 1944 beginnt unter dem Befehl von Dwight. D. Eisenhower die Landung von Briten und Franzosen in der Normandie. Im November wird Roosevelt zum vierten Mal als US-Präsident gewählt. 
1945  Konferenz von Jalta auf der russischen Halbinsel Krim. Roosevelt erkennt den sowjetischen Machtbereich in Osteuropa an, im Gegenzug verspricht Stalin die Kriegserklärung der Sowjetunion gegen Japan.
1945 Franklin Delano Roosevelt stirbt am 12. April 1945 in Warm Springs im US-Bundesstaat Georgia. Mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg im Westen.


  Literatur:
Edmonds, Robin: Die großen Drei: Churchill, Roosevelt, Stalin. Berlin 1999; Gerste, Ronald D.: Roosevelt und Hitler. Todfeindschaft und totaler Krieg. Paderborn 2011 Moorehead, Alan: Churchill. Eine Bildbiographie. München 1961.
 

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