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Paul Gauguin

Steckbrief: Paul Gauguin lebte von 1848 bis 1903. Stichworte zum Lebenslauf von Paul Gauguin: Portrait des Vincent van Gogh, Südsee, Frauen von Tahiti. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Paul Gaugin markiert den Übergang vom Impressionismus zum Expressionismus. Ein Südseeparadies zeigen seine Bilder, die er im französisch besetzten Polynesien vollendete.
1848
Paul Gauguin wird am 7. Juni 1848 in Paris geboren. Der Vater Clovis Gauguin arbeitet als Journalist, die Mutter Aline Marie Chazal ist Französin peruanischer Herkunft. 
1849-1953 Die Familie zieht nach Peru. Mit der Unterstützung von Aline Marie Chazal plant Clovis Gauguin die Gründung einer eigenen Zeitung. Er stirbt jedoch auf der Reise nach Peru an einem Herzinfarkt. Gauguins Mutter lebt einige Jahre mit Paul und seiner älteren Schwester bei Verwandten in Lima.
1851
Staatsstreich von Napoleon III. in Frankreich.
1853  Die Familie Gauguin kehrt nach Paris zurück.
1871 Gaugin wechselt seine Tätigkeiten. Er arbeitet als Börsenmakler und, Bankangestellter. Dabei spekuliert er mit seinem eigenen Vermögen.
1865 Gauguin verpflichtet sich zunächst bei der Handelsmarine, später wechselt er zur Kriegsmarine. Die Schiffe bringen ihn auch nach Indien und Südamerika.
1867 Während sich Gauguin auf Hoher See befindet, stirbt die Mutter.
1872 Gauguin versucht, sich eine bürgerliche Existenz aufzubauen. Er findet eine Anstellung bei einer Bank.
1873 Hochzeit mit der attraktiven Dänin Mette-Sophie Gad. Das Paar hat fünf Kinder.
1874 Obwohl sie von der Kritik verschmäht werden, präsentieren die französischen Impressionisten als Künstlervereinigung ihre ersten Werke. Der Impressionismus gilt als erster Malstil der Moderne. Der Name war ursprünglich ein Spottname zu Monets Gemälde "Impression, Sonnenaufgang". Weitere Impressionisten sind Manet und Renoir.
1875 Gauguin ist vom neuen Stil des Impressionismus begeistert. Er beginnt selbst zu malen.
1876 Gaugin stellt ein Gemälde im berühmten Pariser Salon aus. Mit dem Landschaftsbild Sous-bois à Viroflay erreicht er eine erste künstlerische Anerkennung.
1882 Nach einem Börsencrash verliert Gaugin seine Arbeit. Zum Entsetzen seiner Frau beschließt er, den Bankberuf endgültig aufzugeben, und sich nur noch der Malerei zu widmen. Die Familie leidet unter Geldsorgen. 1884 folgt der Umzug in die Normandie, wo die Lebenshaltungskosten gering sind. Die kleinen Anfangserfolge als Maler stellen Gaugins Ehefrau nicht zufrieden. Sie zieht mit den Kindern nach Kopenhagen.
1886 Fertigstellung des Gemäldes "Der Tanz der vier Bretoninnen".
1887 Gauguin lebt für einige Zeit auf Panama. Da er mit der Malerei zu wenig verdient, arbeitet er zeitweise bei der Errichtung des Panamakanals.

Gaugin und van Gogh

1888 Gauguin zieht nach Arles, um zusammen mit Vincent van Gogh eine Künstlerkolonie zu gründen. In Arles entstehen die Bilder "Gelber Christus", das "Porträt des Vincent van Gogh, Sonnenblumen malend." und "Vision nach der Predigt - Jakobs Kampf mit dem Engel". Das Zusammeleben der beiden Maler endet in einer Katastrophe. Van Gogh bricht psychisch zusammen.
1891 Durch die Versteigerung von Gemälden hat Gauguin genug Geld, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Er reist nach Tahiti, einer Insel im Südpazifik, um dort ein Leben als Maler zu führen. Gauguin mietet sich eine Hütte inm Dorf Mataiea, 40 km von der Stadt Papeete entfernt. Er versucht, die Landessprache zu lernen. Als Muse für seine Malerei und Modell dient ihm die junge Tahitianerin Téha'amana (auch: Tehura). Es entstehen zahlreiche Bilder einer idealisierten Südseewelt. Doch die Idylle währt nicht lange. Das Geld wird knapp. Als Gaugins Gesundheit schwächer wird, kehrt er wieder nach Paris zurück.
1895-1903 Gauguin beschließt, den Rest seines Lebens in der Südsee zu verbringen. An der Küste bei Papeete baut er sich eine Hütte. Dort lebt er mit der Einheimischen Pau'ura a Tai, die 1896 eine Tochter zur Welt bringt. Das Kind stirbt schon bald. 1897 entsteht das Gemälde "Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen Wir?" Wie Henri Rousseau vermischt Gauguin Realität, Traumelemente und Darstellungen der exotischen Welt. Und wie später der Expressionist Max Pechstein idealisiert er die Welt der Südsee.
Pau'ura a Tai kehrt 1899 wieder zu den Eltern zurück. Wegen Probleme mit den Kolonialbehörden auf Tahiti flieht Gauguin 1901 nach Atuona auf den Marquesas-Inseln. Dort lebt er gesundheitlich angeschlagen und in finanziell schwieriger Situation. Der Verkauf seiner Bilder in Frankreich läuft nur schleppend. Die Nachricht vom Tod seiner Tochter Aline in Kopenhagen belastet ihn zusätzlich. Gauguin stirbt am 8. Mai 1903.
   
  Literatur:  Költzsch, Georg-W. (Hrsg.): Paul Gauguin – das verlorene Paradies. Köln 1998; Rewald, John: Von van Gogh bis Gauguin – Die Geschichte des Nachimpressionismus. Köln 1987; Wildenstein Daniel: Monet oder der Triumpf des Impressionismus. Köln 2003.

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