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Peter Paul Rubens

Steckbrief: Peter Paul Rubens lebte von 1577 bis 1640. Stichworte zum Lebenslauf von Rubens: Barock, Altarbilder und Deckengemälde. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Der Barockmaler Rubens beherrschte alle Gattungen der Malerei: Altarbilder, Landschaften, Mythologien, Deckengemälde und Portraits.
1577
Peter Paul Rubens wird am 28. Juni 1577 im westfälischen Siegen geboren. Er ist der Sohn von Jan Rubens, eines angesehenen Juristen aus Antwerpen.
1559
Nach dem Tod von Jan Rubens lebt die Familie wieder in Antwerpen. Peter Paul Rubens besucht die Lateinschule. Danach geht er in die Malerlehre. Seine Meister sind Tobias Verhaecht, Adam van Noort und ab ca. 1594 Otto van Veen (lat.Venius). Van Veen ist der wichtigste Lehrer von Rubens. Das Gemälde „Versuchungen der Jugend“ entstand möglicherweise als Gemeinschaftprojekt beider Künstler.
1598 Rubens wird als freier Meister (Freimeister) in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen. Freimeister waren unter dem Dach einer Zunft, damit sie ihre Werke verkaufen konnten. Es fehlte ihnen aber die Erlaubnis, Lehrlinge auszubilden.
1600-1608 Rubens lebt in Italien. In Mantua arbeitet er für den Herzog Vindenzo Gonzaga, und dies nicht nur als Maler, sondern auch als Diplomat. Im Auftrag des Herzogs reist er von 1603 bis 1604 nach Spanien. Wieder in Italien lernt er die Gemälde der Antike und der Renaissance kennen. Seine Reisen führen nach Rom, Venedig und Genua.
1608 Rückkehr von Italien nach Antwerpen.
1609 Hochzeit in Antwerpen mit Isabella Brandt. Rubens wird Hofmaler von Erzherzog Albrecht VII. von Österreich und der Infantin (Thronfolgerin) Isabella Clara Eugenia. Sie sind die Statthalter der Spanischen Niederlande. 
1610  Rubens kauft ein Grundstück, auf dem er in den Folgejahren ein Haus mit mehreren Ateliers errichtet. Aufträge erhält er nun aus ganz Europa.
1612-1613 Nach der Vorlage einer antiken Statue malt Rubens ein Bild des sterbenden Seneca. Der Philosoph wurde von seinem Schüler Nero des Verrats verdächtigt und zum Selbstmord gezwungen. Als Anhänger der von Zenon gegründeten Stoa ertrug Seneca den Tod mit Gelassenheit. 
um 1614 Fertigstellung des Ölgemäldes "Christus übergibt dem heiligen Petrus die Himmelsschlüssel", einer Auftragsarbeit für das Grabdenkmal von Pieter Bruegel dem Älteren.
1619 Für den Franziskusaltar der Minderbroederskerk in Antwerpen malt Rubens "Die letzte Kommunion des Heiligen Franziskus von Assisi".
1622 Rubens beginnt mit einem Gemäldezyklus für die Galerie des Palais du Luxembourg. Das Schloss in im 6. Pariser Arondissement (Stadtbezirk) wurde von 1615 bis 1620 im Auftrag der französischen Königin Maria de’ Medici erbaut, der Mutter des Königs von Frankreich, Ludwigs XIII.
1626 Tod von Isabella Brant, der ersten Ehefrau von Rubens.
1628-1630 Rubens hält sich zu diplomatischen Missionen Auftrag in Spanien und England auf. 
1630 Zweite Ehe mit Hélène Fourment, der Tochter eines mit Rubens befreundeten Teppichhändlers. Wie auch seine Isabella Brant stand Hélène Fourment für zahlreiche Gemälde Porträt. Außerdem arbeitet Rubens ihre Gesichtszüge in andere Gemälde ein. Der Altersunterschied des Ehepaar ist beträchtlich, denn Helene ist erst 16, Rubens 53 Jahre alt. Trotzdem verläuft die Ehe harmonisch. 
um 1632 Rubens vollendet das Gemälde "Der Liebesgarten". Hier malt der Künstler kein Auftragsbild, sondern ein Liebeserklärung an seine junge Frau. 
1630-1634 Rubens arbeitet an den Denkengemälden für das Londoner Banqueting House. Sie zeigen die Herrscher der Stuart-Dynastie. Das Banqueting House hat als einziges Gebäude den Brand des Whitehall-Palastes von 1698 überlebt. Die Gemälde von Rubens können heute dort besichtigt werden.
1635 Mit dem "Het Steen" bei Elewijt nordöstlich von Brüssel kauft sich Rubens einen Landsitz. Landschaftsgemälden entstehen. Die Werke von Rubens werden schon zu seinen Lebzeiten in graphischen Reproduktionen weiterverbreitet.
1640 Der Maler, Kunstsammler und Diplomat Peter Paul Rubens stirbt am 30. Mai 1640 in Antwerpen. Gemeinsam mit Rembrandt und Vermeer zählt er zu den drei großen Barockmalern Hollands.
   
  Literatur: 
Buschoff, Anne: Die Liebesemblematik des Otto van Veen, Bremen 2004; Liess, Reinhard: Die Kunst des Rubens.  Braunschweig 1977; Warnke, Martin: Peter Paul Rubens. Leben und Werk. Dumont, Köln 2006.
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