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 Novalis

Novalis

Steckbrief: Novalis lebte von 1772 bis 1801. Stichworte zum Lebenslauf von Novalis: Romantik, Hymnen an die Nacht, Heinrich von Ofterdingen. Zusammenfassung der Biographie: Der jung verstorbene Dichter Novalis wurde zu einem der wichtigsten Vertreter der Romantik.
1772
Als Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg wird Novalis am 2. März 1772 auf Gut Oberwiederstedt bei Mansfeld in Sachsen-Anhalt geboren.
1785 Nachdem der Vater zum Direktor der Salinen in Dürrenberg, Kösen und Artern ernannt wurde, siedelt die Familie nach Weißenfels über. Der Ort liegt zwischen Jena und Leipzig.
1788 Im Alter von 16 Jahren schreibt Novalis seine ersten Gedichte.
1790 Novalis geht an die Universität Jena und studiert Jura. Sein Interesse gilt allerdings der Philosophie und Literatur. Novalis hört Schelling und Fichte. Seine tiefe Bewunderung gilt Friedrich Schiller, mit dem er sich persönlich anfreundet.
1791 Novalis veröffentlicht sein erstes Gedicht, die "Klagen eines Jünglings".
1792 Novalis begegnet den Gebrüdern August Wilhelm und Friedrich Schlegel.
1793 Immatrikulation an der Universität zu Wittenberg.
1794 Novalis schließt sein Studium mit dem juristischen Examen ab und siedelt nach Tennstedt über, wo er eine Stelle beim Kreisamt antritt. Im November begegnet er seiner ersten großen Liebe Sophie von Kühn.
1795 Verlobung zwischen Novalis und Sophie von Kühn. In Jena kommt es zur Begegnung mit Friedrich Hölderlin. Sophie erkrankt im November. Im Dezember tritt Novalis eine Stelle als Hilfsdirektor im Salinenwerk von Weißenfels an.
1797 Sophies Tod erschüttert Novalis schwer. Im selben Jahr stirbt auch sein geliebter Bruder Erasmus. Novalis verarbeitet die Verluste in seinen Gedichten. In "Hymnen an die Nacht" entwickelt er eine melodische, schwermütige Sprache. Er liest den "Wilhelm Meister" von Johann Wolfgang Goethe. Außerdem beginnt er ein Studium der Naturwissenschaften und Geologie an der Bergakademie in Freiberg.
1798 Novalis lernt Julie von Charpentier kennen, seine zweite große Liebe. Literarisch fühlt sich dem romanischen Kreis um die Gebrüder Schlegel und Ludwig Tieck verbunden. Er besucht Goethe in Weimar und Schiller in Jena. In Leipzig trifft er den damals sehr populären Literaten Jean Paul. In der Zeitschrift "Athenaeum", die von den Gebrüdern Schlegen herausgegeben wird, veröffentlicht Novalis einige Fragmente. Er beginnt mit der Arbeit an "Die Lehrlinge zu Sais" und "Blumen". Im Dezember verloben sich Novalis und Julie von Charpentier.
1799 Auf Anregung von Tieck beginnt Novalis mit seinem Entwicklungsroman "Heinrich von Ofterdingen". Im Roman verschmelzen sich Poesie und Prosa, Traum und Wirklichkeit. Das unvollendet gebliebene Werk schenkt der romantischen Bewegung ihr Symbol, die "Blaue Blume". Sein Aufsatz "Die Christenheit oder Europa" bringt die Sehnsucht nach einem religiös und politisch vereinten Abendland zum Ausdruck.
1800 Novalis wird Zum Salinen-Assesor ernannt. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich. Er beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Krankheit und Religion.
1801 Am 25. März stirbt Novalis im Alter von 29 Jahren während der Hochzeitsvorbereitungen.
   
  Literatur:
Schulz, Gerhard: Novalis. 16. Aufl. Hamburg 2005; Uerlings, Herbert: Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis. Werk und Forschung. Stuttgart 1991.

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