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Kurt Schumacher

Steckbrief: Kurt Schumacher lebte von 1895 bis 1952. Stichworte zum Lebenslauf von Kurt Schumacher: SPD, Konzentrationslager, Parteivorsitzender. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Kurt Schumacher wurde zum ersten Parteivorsitzenden der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg.
1895 Am 13. Oktober 1876 wird Kurt Schumacher in der westpreußischen Stadt Culm geboren. Er wächst in einer Kaufmannsfamilie auf.
1914 In allen Ländern Europas wächst die Kriegsbegeisterung, die Vorfreude auf das gegenseitige Töten. Kaiser Wilhelm II. ruft in Deutschland zur Mobilmachung. Der Erste Weltkrieg bricht aus. Kurt Schumacher legt das Notabitur ab, dann meldet er sich als Kriegsfreiwilliger. In einem Gefecht bei Lodz wird er schwer verwundet. Ein Arm muss amputiert werden.
1915-1919 In Halle, Leipzig und Berlin studiert Kurt Schumacher Jura.
1918 Eintritt in die SPD, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands.
1920 Für die Schwäbische Tagwacht, dem Zentralorgan der württembergischen SPD, schreibt Kurt Schumacher als politischer Redakteur.
1923 Die Weimarer Republik, erschüttert durch die politischen Morde an Erzberger (1921) und Rathenau (1922), gerät in eine weitere Krise. Die Inflation befindet sich auf dem Höhepunkt. Deutschland ist mit Reparationszahlungen im Rückstand, das Ruhrgebiet von französischen Truppen besetzt. In München wird der Hitler-Ludendorff-Putsch niedergeschlagen. Auf den Straßen formieren sich Schlägertruppen und paramilitärische Organisationen. Schumacher arbeitet am Aufbau für das "Reichsbanner Schwarz Rot Gold", um die Demokratie gegen die Extreme von Rechts und Links zu verteidigen.
1924 Abgeordneter im Württembergischen Landtag.Seit 1928 Mitglied des Fraktionsvorstandes der SPD.
1926 Schumacher promoviert in Münster mit dem Thema "Der Kampf um den Staatsgedanken in der deutschen Sozialdemokratie".
1930 Schumacher wird Abgeordneter der SPD im Reichstag. In seinen Reden bekämpft der die NSDAP.
1933
Am 30. Januar vereidigt Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler als Reichskanzler. Schon kurz nach der Machergreifung werden Oppositionsparteien verboten, zuerst die Kommunisten, dann die Sozialdemokraten. Am 6. Juli, Kurz nach dem Verbot der SPD, wird Schumacher verhaftet.
1933-1943 Die Nazis versuchen Kurt Schumacher zu brechen. Er wird in den Konzentrationslagern Heuberg, Kuhberg, Dachau und Flossenbürg inhaftiert. Schumacher wird schwer misshandelt. Im März 1943 wird er schwer krank entlassen. Er muss sich auf Anordnung der Nationalsozialisten in Hannover aufhalten. Politisch inaktiv lebt er bei seiner Schwester Lotte.  
1944 Nach dem Stauffenberg - Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wird Schumacher erneut verhaftet und ins Konzentrationslager Neuengamme gebracht. Nach kurzer Zeit wird er wieder entlassen. Eine Verbindung zu den Attentätern konnte nicht festgestellt werden..

Schumacher wird erster SPD - Vorsitzender nach dem Zweiten Weltkrieg

1945 Im April wird Hannover von britischer Truppen befreit. Schumacher setzt sich für den Wiederaufbau der SPD in der britischen Besatzungszone ein. In dieser Zeit trifft er auf Annemarie Renger, mit der er später seinen Haushalt teilt.
1946 Unter Zwang werden am 21. und 22. April 1946 im Ost-Berliner Admiralspalast die Parteien der SPD und der KPD zur SED vereinigt, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Schumacher, der die KPD für die Destabilisierung der Weimarer Republik mit verantwortlich macht, lehnt jede Zusammenarbeit mit den Kommunisten ab. Am 10. Mai 1946 wird Schumacher zum ersten Parteivorsitzenden der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg gewählt. 
1948 Schumacher erkrankt an einer schweren Thrombose. Sein linkes Bein muss amputiert werden.
1949 Am 12. September kandidiert Schumacher für das Amt des Bundespräsidenten, unterliegt aber knapp gegen Theodor Heuss von der FDP. Am 15. September 1949 wird Konrad Adenauer zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland mit nur einer Stimme Mehrheit gewählt. Kurt Schumacher wendet sich als Oppositionsführer gegen Adenauers Politik der Westintegration. Primäres Ziel Schumachers ist die Wiederbereinigung Deutschlands. Seinen Kontrahenden Adenauer nennt er einen "Kanzler der Alliierten".
1952 Am 20. August 1953 stirbt Kurt Schumacher stirbt in Bonn. Die Beerdigung findet in Hannover statt. Schumacher bewahrte das Erbe der Gründerväter der SPD: August Bebel, Ferdinand Lassalle und Wilhelm Liebknecht.
   
  Literatur:
Koch, Peter /  Körner, Klaus: Konrad Adenauer. Düsseldorf 2004; Sontheimer, Kurt: Die Adenauer-Ära. Grundlegung der Bundesrepublik. 3. Auflage. München 2003.


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