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Martin Luther King

Steckbrief: Martin Luther King lebte von 1929 bis 1968. Stichworte zum Lebenslauf von Martin Luther King: "I have a dream", Bürgerrechtsbewegung und Gewaltlosigkeit. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Martin Luther King setzte sich gewaltlos für die Überwindung der Rassentrennung ein. 
1929 Martin Luther King wird am 15. Januar 1929 in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geboren. Er ist der Sohn des Baptistenpredigers Martin Luther King (Senior) und der Lehrerin Alberta Christine Williams King. Die Eltern wählen den Namen Martin Luther aus religiösen Gründen.
1944 Martin Luther King ist ein guter Schüler. Am 20. September 1944 wird er am Morehouse College aufgenommen. Es ist die einzige Möglichkeit für Schwarze im Süden, höhere Bildung zu erwerben. Er interessiert sich besonders für das Fach der Soziologie, der Gesellschaftslehre. Martin Luther King studiert die Ursachen der Rassentrennung und lässt sich vom gewaltfreien Widerstand Gandhis inspirieren. 
1946 Martin Luther King wird Hilfsprediger bei seinem Vater an der Ebenezer Baptist Church in Atlanta.
1948 Abschluss des College mit einem Bachelor of Arts in Soziologie. Martin Luther King schließt ein Theologiestudium in Chester im US-Bundesstaat Pennsylvania an. Er liest die griechischen Philosophen Platon und Aristoteles, den liberalen Staatstheoretiker John Locke, den Aufklärer Jean-Jacques Rousseau, und den deutschen Klassenkämpfer Karl Marx.
1951 Abschluss seines Theologiestudiums. Danach schreibt Martin Luther King seine Doktorarbeit an der Boston University in Massachusetts.
1953 Hochzeit mit Coretta Scott. Das Paar hat vier Kinder.
1954 Martin Luther King wird Pastor Pastor in der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama.
1955 Abschluss der Promotion mit dem „Doctor of Philosophy“. 
In Alabama herrscht wie in den meisten Südstaaten das Prinzip der Rassentrennung. In öffentlichen Gebäuden, Bussen und Zügen sind spezielle Plätze für Weiße reserviert. Am 1. Dezember 1955 wirde Rosa Parks verhaftet, als sie sich weigert, im Bus einem Weißen Platz zu machen. Martin Luther King führt den "Montgomery Bus Boycott" an. Der Boykott dauert über ein Jahr, und endet schließlich mit der Beendigung der Rassentrennung in den Bussen der Stadt.
1956-1963 Motiviert vom Erfolg des Montgomery Bus Boycott reist Martin Luther King durch den Süden der USA, um für die Gleichberechtigung der Rassen zu werben. Dabei wird er mehrmals tätlich angegriffen und inhaftiert. Bedroht wird er von rassistischen Polizisten und Ku-Klux-Klan. Zum Schutz von Martin Luther King setzt Präsident John F. Kennedy Bundessoldaten ein.
1957 Martin Luther King veröffentlicht sein Buch „Schritt auf die Freiheit zu“.
1960 Martin Luther King wechselt seine Pastorenstelle. Zusammen mit seinem Vater teil er sich ein Pastorat an der Ebenezer Baptist Church in Atlanta.

I have a dream - Ich habe einen Traum

1963 Am 28. August 1963 organisiert die Bürgerrechtsbewegung einen Marsch auf die US-Hauptstadt Washington. Unter den. 250.000 Demonstranten sind auch viele Weiße, die sich solidarisch zeigen. Unterstützt wird die Bürgerrechtsbewegung von Präsident John F. Kennedy und Frank Sinatra. Martin Luther King spricht in Washington seine berühmte Rede "I have a dream". Am Lincoln-Memorial singen Joan Baez und Bob Dylan. Martin Luther King veröffentlicht in seinem Buch "Die Kraft zum Lieben" seinen Traum von einer Versöhnung über alle Rassenschranken hinweg. 
Am 22. November 1963 wird Präsident John F. Kennedy in Dallas im US-Bundestaat Texas erschossen. Mit ihm verliert Martin Luther King einen wichtigen Unterstützer.
1964 Martin Luther King tritt im September 1964 auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt in West-Berlin auf. Vor über 20.000 Menschen spricht er  zum „Tag der Kirche“ auf der Berliner der Waldbühne. Die DDR-Führung lässt Martin Luther King auch nach Ost-Berlin einreisen. Es folgen zwei Predigten in der Marienkirche und der Sophienkirche, über die von den DDR-Medien nichts berichtet wird.
Martin Luther King fliegt nach einer Audienz bei Papst Paul VI. in Rom zurück in den USA. Dort erfährt er von der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihn..  
1966 Die Konflikte zwischen den Bürgerrechtlern und den weißen Rassisten im Süden der USA gehen weiter, und auch innerhalb der schwarzen Bevölkerung werden Risse sichtbar. Martin Luther Kings Weg der Gewaltlosigkeit wird nicht von allen Schwarzen befürwortet. Die Bewegung der Black Muslims unter ihrem Anführer Malcom X und die Organisation der Black Panther führen gewalttätige Aktionen durch. Blutigen Rassenunruhen bestimmen die Straßen Amerikas.
Martin Luther King weitet sein politisches Engagement aus. Er wendet sich nicht nur gegen die Rassentrennung, sondern ebenso gegen Armut, soziale Ungerechtigkeit  und den Vietnamkrieg. Nach Kennedys Tod findet er immer mehr Gegner bei der Regierung in Washington. FBI-Chef Hoover erkennt in Martin Luther King einen Staatsfeind.
1968 Martin Luther King veröffentlicht den "Aufruf zum zivilen Ungehorsam". Am 28. März 1968 führt er eine Demonstration an, die zu Plünderungen führt. Wie später bekannt wird, hat das FBI Provokateure eingesetzt. Am 4. April wird Martin Luther King auf dem Balkon seines Motels in Memphis, Tennessee erschossen. Ein Welle der Gewalt erschüttert nun die USA. 39 Menschen kommen ums Leben. Am 9. April 1968 wird Martin Luther King in Atlanta beerdigt. 50.000 Menschen folgen seinem Sarg. Der Mörder James Earl Ray wird gefasst, widerruft aber später sein Geständnis. Zum Mord an Martin Luther King existieren unterschiedliche Verschwörungstheorien.
Zusammen mit Nelson Mandela gehört Martin Luther King zu den großen Kämpfern gegen die Rassentrennung.
   
  Literatur:
Presler, Gerd: Martin Luther King jr. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg 2005; Schultz, Hans Jürgen: "Ich habe versucht, zu lieben." Porträts. Von Menschen, die Frieden dachten und Frieden machten: Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer, Reinhold Schneider, Albert Schweitzer. Stuttgart 1988.

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